Kreisweite Premiere am Pius-Gymnasium in Coesfeld

Ausbilungsbotschafter stellten sich Schülerfragen

Organisatoren, Lehrer und Ausbilungsbotschafter freuten sich über die gelungene Premiere im Kreis Coesfeld am Pius-Gymnasium, wo sich acht Azubis den Schülerfragen stellten. Foto: F. Kübber

Coesfeld. „Wie viel kann ich in dem Beruf verdienen? Was verbirgt sich hinter dem Beruf? Wie viel Freizeit habe ich neben der Ausbildung?“ Diese und andere Fragen konnten Schüler von drei neunten Klassen des Coesfelder St.-Pius-Gymnasiums gestern Vormittag aktuellen Auszubildenden stellen.

Acht Azubis aus Coesfeld, Gescher, Ahaus und Rosendahl stellten sich am Dienstag den Fragen der Schüler und berichteten über ihre Berufe, den Berufsalltag und die Karrierechancen. Es war der erste Einsatz von Ausbildungsbotschaftern im Kreis Coesfeld. „Wir wollen junge Menschen glaubwürdig darüber informieren, was sie in einer betrieblichen Ausbildung erwartet. Und wer könnte das besser als Auszubildende“, stellt Carsten Taudt von der Industrie- und Handelskammer (IHK) Nord Westfalen das Projekt Ausbildungsbotschafter vor.

Gemeinsam mit der Handwerkskammer Münster will die IHK Nord Westfalen die betriebliche Ausbildung als Grundlage für ein erfolgreiches Berufsleben bei Schülern stärker in den Fokus rücken. „Wichtig sind uns dabei auch die persönliche Erfahrung der Auszubildenden den Schülern näherzubringen. Hier können Fragen direkt aus der Praxis beantwortet worden“, so Heidi Bülow von der Handwerkskammer Münster. Um den Schülern den Berufsalltag vorzustellen, gehen Auszubildende der zweiten und dritten Lehrjahre in Schulklassen.

Zuvor wurden die Ausbilungsbotschafter in einer Schulung auf die Aufgabe vorbereitet. „Die Ausbilungsbotschafter haben einen super Job gemacht und unseren Schülern authentische Einblicke in ihre Beruf ermöglicht“, zeigte der beim Pius-Gymnasium für Studien- und Berufswahlorientierung zuständige Lehrer Mario Böckmann auf.

Das Projekt wird auch nach dem Besuch der Botschafter weiter begleitet. So werden die Feedbackbögen der Schüler vom Besuch der Azubis ausgewertet und die Schüler auf das Praktikum im kommenden Schuljahr vorbereitet – auch bei der Auswahl für einen passenden Praktikumsplatz. Böckmann ist überzeugt, dass die Ausbilungsbotschafter den Schülern berufliche Perspektiven aufgezeigt haben, die sie „so vielleicht noch nicht auf dem Schirm hatten.“ 

Für das kommende Schuljahr 2015/16 gibt es weitere Anfragen aus dem Kreis Coesfeld. So will sich die Realschule in Billerbeck beteiligen und die Ausbildungsbotschafter in die Schulklassen schicken. 

SL-Ausgabe vom 24.6.2015

Von Florian Kübber

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