Berufsfachschule Ernährung und Hauswirtschaft der Liebfrauenschule stellt sich vor

Ausbildung mit vielen Perspektiven

Bereiten gerade Spaghetti vor: Maxim Wächter aus Havixbeck und Kathrin Boshammer aus Billerbeck.

Coesfeld. Aus dem Kochtopf steigt Wasserdampf auf, die Bügelmaschine ist im Einsatz, der selbst hergestellte Kuchen wird verteilt – die Servicekräfte für Ernährung und Hauswirtschaft sind voll in ihrem Element.

Das ist aber längst nicht alles, womit die Schüler und Schülerinnen während ihrer Ausbildung zu tun haben. Die theoretischen Ausbildungsinhalte sowie die allgemeinbildenden Fächer wie Deutsch, Englisch oder Mathematik werden durch fachpraktischen Unterricht und Praktika von 16 Wochen ergänzt und vertieft. „Viele unserer Schüler bekommen durch genau diese Praktikumsstellen einen Ausbildungsplatz oder direkt eine Arbeitsstelle“, freut sich die Bildungsgangvorsitzende Irmgard Brefeld über die guten Erfolge ihrer Schüler. Aktuell durchlaufen zehn Schüler die zweijährige Ausbildung und schließen diese im Juni ab. „Davon hat die Hälfte ihre Zukunft schon gesichert.“ Ob als Koch, Restaurantfachmann, Hotelfachfrau, Diätassistent oder Fachkraft für Lebensmitteltechnik – die Möglichkeiten, sich beruflich zu spezialisieren, sind vielfältig. Der Bildungsgang ist besonders gedacht für junge Menschen, die mindestens den Hauptschulabschluss nach der Klasse neun erreicht und die Vollzeitschulpflicht erfüllt haben. Sie erhalten einen Berufsabschluss und die so genannte „Mittlere Reife“, womit dann auch der Weg zu höheren Abschlüssen offen steht. Oder es ergibt sich ein Arbeitsangebot im hauswirtschaftlichen Bereich von sozialen Einrichtungen wie Altenheimen, Krankenhäusern, Behinderteneinrichtungen und Kindertagesstätten. Die Einsatzbereiche reichen von der Mahlzeitproduktion über den Gastzimmer- und Haushaltsservice bis zum Stations- und Wohnungsbereichsservice. „Ich wollte eigentlich immer Hotelfachfrau werden, habe aber während meines Praktikums gemerkt, dass es nicht der richtige Job ist“, sagt Alina Röttgering aus Coesfeld. „Durch ein Praktikum lernt man die Realität kennen und kann feststellen, welche Anforderungen die Arbeitswelt an einen stellt. Mein Traumjob ist es als Fachkraft für Lebensmitteltechnik tätig zu sein. Auf jeden Fall aber wollte ich meinen Realschulabschluss haben.“ Für Tristan Köning dagegen steht schon länger fest: „Ich will Koch werden.“ Der Schüler der Liebfrauenschule hat seit dem ersten Praktikum schon seinen Ausbildungsvertrag in der Tasche.

Irmgard Brefeld und Fachlehrerin Jutta Pergens sowie das weitere Kollegen-Team sind sehr stolz auf ihre Schützlinge. Im Schuljahr 2008/09 verließ der erste Jahrgang die Berufsfachschule. „Wir wollen den Bekanntheitsgrad dieses einmaligen Angebotes im Kreis Coesfeld weiter steigern“, betont Brefeld. Die Voraussetzungen für eine fundierte Ausbildung sind durch den Umbau des Hauswirtschaftstraktes in der Schule sehr gut. Die Schule hat unter anderem in zwei vollausgestattete Großküchen investiert, die jeweils rund 60 Quadratmeter groß sind. „Die Bedingungen sind hier optimal.“

Informationstag am 21. Januar

Coesfeld. Wie geht‘s weiter nach dem Schulabschluss? Was soll ich machen? Was habe ich überhaupt für Möglichkeiten? Auf diese und noch viele andere Fragen erhalten interessierte Schüler und Eltern an diesem Samstag, 21. Januar, von 10 bis 15 Uhr in der Liebfrauenschule ausführliche Antworten. Zu einem Tag der Information und Beratung öffnet das Berufskolleg seine Türen. Fachlehrer informieren über die Vielfalt der Bildungsgänge, über entsprechende Zugangsvoraussetzungen und Inhalte der Ausbildung und über Berufsperspektiven. Schautafeln, Materialien aus Unterrichtsprojekten, Lernmittel und Fachbücher veranschaulichen praxisnah, wie Unterricht gestaltet wird. Zu den einzelnen Bildungsgängen (auch im Internet auf der Seite www.liebfrauenschule-coesfeld.de) wird Infomaterial bereitgestellt.

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