Heriburg unterstützt mit sechstem Sponsorenlauf erneut Entwicklungsprojekt in Burkina Faso

Von Ausbildung gut leben können

Das Organisatoren um Jürgen Krampe (hinten, Dritter von links) und die Heriburg-Schüler unterstützen mit dem Sponsorenlauf die Ausbildung von Frauen in Burkina Faso.[aK] Foto: F. Veit[eK]

Coesfeld. Afrikanische Märchen in Deutsch, Thema Landflucht in Erdkunde, die Kolonialisierung von Burkina Faso in Geschichte, das Anfertigen von Masken in Kunst und rythmische Übungen im Musikunterricht.

Das Organisationsteam des Sponsorenlaufes des Heriburg-Gymnasiums hat Impulse formuliert, wie das Leben in Burkina Faso konkret auf den Unterricht an ihrer Schule bezogen werden kann.

Es ist der sechste Sponsorenlauf, den das Team, in diesem Jahr bestehend aus Jürgen Krampe, Mark Heskamp, Anneke Veltrup und Christine Polarczyk, organisiert hat. Der alle drei Jahre stattfindende Sponsorenlauf am heutigen Mittwoch sammelt Spenden für den Coesfelder Verein „Yennenga e.V.“.

Die durch die Schüler fleißig erlaufenen Spenden kommen dem „CFIAM“-Projekt in Burkina Faso zugute, das sich für die Ausbildung junger Frauen in männerdominierten Berufen einsetzt. Denn die Aussicht auf finanzielle Unabhängigkeit ist in dem ärmlichen Land für sozial benachteiligte Frauen sehr gering. „Das kann Zweiradmechanik, Autoelektrik oder Elektronik sein – aber auch der Beruf des Schneiders ist in Burkina Faso eine Männerdomäne“, betont Jürgen Krampe. Als Mitgründungsmitglied von „Yennenga e.V.“ hat er die Organisation des Laufs von Initiator Gisbert Kunze übernommen, mit dem er im Herbst auch wieder in das Land in Westafrika fliegen wird. Um sich vor Ort selbst von dem Stand des Projekts zu überzeugen.

Eines steht für das Organisationsteam fest: Ohne die zahlreichen Helfer wäre so eine Aktion nicht möglich. Die Straßen müssen abgesperrt, Stempelstationen aufgebaut, Laufkärtchen ausgeteilt werden, Schulsanitäter bereitstehen. Am Start wird Obst ausgeteilt und Sponsor Getränke Niewerth versorgt die rund 700 Läufer mit Wasser. Wer möchte, darf sich verkleiden und sich die Chance auf verschiedene Preise sichern.

Um die 12 000 Euro wurden in den Vorjahren jeweils für die Unterstützung von Lehrerausbildungen, kostenpflichtigen Praktika oder für die Bereitstellung von Unterrichtsmaterialien erlaufen. Damit die Schüler wissen, wofür sie die Spenden sammeln, wird die Schulpartnerschaft mit der Ausbildungsinstitution konkret in den Unterricht mit einbezogen. „Wir haben auch einen Film gedreht, um den Schülern zu zeigen, was ihre Mühe bewirkt“, nickt Jürgen Krampe.

SL-Ausgabe vom 21.5.2014

Von Franziska Veith

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