IHK-Projekt „Partnerschaft Schule-Betrieb“ beim Restaurant Freiberger

Arbeitswelt kennenlernen

Geben sich die Hand auf eine erfolgreiche Kooperation (von links): Angelika Adams, Schulleiterin der Anne-Frank-Hauptschule Coesfeld, und Benedikt Freiberger, Inhaber des Restaurants Freiberger in Coesfeld.

Coesfeld. Die Schülerinnen und Schüler der Anne-Frank-Hauptschule verlassen künftig häufiger ihre Klassenzimmer, um beim Restaurant Freiberger in Coesfeld die Arbeitswelt kennenzulernen. Einen entsprechenden Kooperationsvertrag unterzeichneten die Partner am Montag in einer Feierstunde.

Die Zusammenarbeit ist eingebunden in das Projekt „Partnerschaft Schule – Betrieb“ der Industrie- und Handelskammer (IHK) Nord Westfalen. Es ist die fünfte Projektpartnerschaft in der Stadt Coesfeld. Weitere Kooperationen sollen folgen.

Ziel der IHK-Initiative ist es, den Schülern den Übergang in den Beruf zu erleichtern und Unternehmen bei der Sicherung des Fachkräftenachwuchses zu unterstützen. „

Auf diesem Weg wollen wir die Unternehmen und das Wirtschaftsleben für die Schüler interessant und greifbar machen“, erklärte Johannes Wunsch, Projektleiter bei der IHK Nord Westfalen, während der Vertragsunterzeichnung. Viele Schulabsolventen wüssten gar nicht um die Möglichkeiten und Karrierechancen im dualen Ausbildungssystem und setzten ihre Schulkarriere fort, obwohl eine Berufsausbildung für sie passender wäre. „Das Projekt bietet Schülern aber auch Lehrern die Chance, Betriebe hautnah kennenzulernen und sich für die Wirtschaft nachhaltig zu begeistern“, betonte Wunsch. Insbesondere die Berufswahlorientierung in der Schule soll möglichst praxisnah sein. Deswegen berichten Auszubildende des Restaurants Freiberger in der Unterrichtsreihe „Unternehmen an der Schule“ von ihren Ausbildungsberufen, den Anforderungen an die Lehrlinge und den Karrierewegen.

Zudem lernen die Schüler die Grundlagen für die Zubereitung einer Mahlzeit und für das fachmännische Eindecken von Tischen kennen. Im zweitägigen Schnupperpraktikum machen sich interessierte Schüler ein eigenes Bild vom Betriebsablauf. Während des dreiwöchigen Betriebspraktikums sammeln sie dann eigene Arbeitserfahrungen.

„Man bleibt auf Dauer nur wettbewerbsfähig, wenn man frühzeitig junge Mitarbeiter ausbildet und den Fachkräftenachwuchs fördert“, begründete Benedikt Freiberger, Inhaber des Restaurants Freiberger, die Beteiligung seines Betriebs am IHK-Projekt. Daher dürfe ein Unternehmen nicht passiv auf Auszubildende und Mitarbeiter warten, sondern müsse aktiv die Zukunft mit Schülern gestalten.

Die IHK Nord Westfalen bietet allen Schulen und Unternehmen im Münsterland und in der Emscher-Lippe-Region ihre Unterstützung bei der Anbahnung von Kooperationen an. Ansprechpartner für das Projekt „Partnerschaft Schule – Betrieb“ im Münsterland sind Johannes Wunsch unter (0251) 707304 und Sandra Beer unter (0251) 707305.

Streifllichter-Ausgabe vom 25.4.2012

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