Anleinpflicht für Hunde im Kreis Coesfeld

Auch im Kreis Coesfeld gilt innerorts eine Anleinpflicht für Hunde.

Kreis Coesfeld. Nachdem ein Jagdhund einen Mischling in Davensberg tot gebissen hat, informiert der Tierschutzverein Kreis Coesfeld über die gesetzlichen Vorschriften und kommunalen Verordnungen.

Zunächst gilt das Landeshundegesetz NRW, das besagt, dass Hunde an öffentlichen Flächen mit hohem Publikumsverkehr wie in Innenstädten sowie in der Nähe von Schulen und Kindergärten angeleint werden müssen. Für sogenannte Anlagehunde gelten zusätzliche Pflichten. 

Darüber hinaus haben alle Kommunen des Nordkreises Coesfeld in ihren Straßen- und Anlageverordnungen festgelegt, dass Hunde innerhalb aller im Zusammenhang bebauter Ortsteile auf öffentlichen Flächen an der Leine geführt werden müssen. Das bedeutet, dass die Anleinpflicht hinter dem Ortseingangsschild beginnt und erst am Ortsausgangsschild endet. Dies gilt auch für kleine Ortsteile wie z.B. Goxel, Hausdülmen oder Schapdetten. Verstöße können mit einem Bußgeld geahndet werden. In diesem Bereich gilt auch, dass man die Hinterlassenschaften seines Hundes unverzüglich beseitigen muss. Ein „liegengelassener“ Kothaufen kostet den Hundehalter ein Ordnungsgeld, das in der Höhe von Kommune zu Kommune variiert.

Im Außenbereich der Kommunen, also im Wald oder auf landwirtschaftlichen Wegen, dürfen Hunde unangeleint ausgeführt werden. Allerdings gilt hier, dass der Hund zuverlässig abrufbar sein muss und sich immer im Einflussbereich seines Halters befinden muss. Die Verantwortlichkeit liegt beim Halter. Das heißt also, dass der Hund zuverlässig gehorchen muss, wenn er nicht angeleint ist, und nach Rufen umgehend zum Halter kommen muss. Hunde, für die dies nicht zutrifft, müssen auch hier stets angeleint werden.

Es gibt Menschen, die keine Affinität zu Hunden haben und es nicht mögen, wenn ein frei laufender Hund sie schwanzwedelnd umtänzelt. Sätze wie „Der will nur spielen“ helfen demjenigen, der vielleicht sogar Angst vor Hunden empfindet, wenig. Daher sollte es eine Selbstverständlichkeit sein, seinen Hund bei Fuß zu führen, wenn ein entgegenkommender Spaziergänger oder Jogger signalisiert, dass er keinen näheren Kontakt mit dem Hund wünscht.

Hundebesitzern, die einen Hund mit einem hohen, nicht beherrschbaren Jagdtrieb haben und ihm dennoch Freigang ohne Leine gönnen möchten, sei geraten, sich nach eingezäunten Hundeausläufen in ihrer Umgebung zu erkundigen. Dort können die Hunde ohne Leine herumtollen und soziale Kontakte zu Artgenossen pflegen. Für die Stadt Billerbeck ist ein solcher Hundeauslauf geplant. 

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare