Prof. Dr. Winfried Woesler hält morgen Abend Vortrag am Nepo

Alumni Nepomuceni: Von Erfahrung lernen

Ludger Wachsmann (links) mit Prof. Dr. Winfried Woesler, der über dieses vergrößerte, handgeschriebene Gedicht von Annette von Droste-Hülshoff referiert.

Coesfeld. „Unsere Zielsetzung ist zum einen die Pflege unseres wertvollen Traditionsgutes wie die Fahne und die Bibliothek, zum anderen wollen wir durch unser neues Projekt ‚Lebensgeschichten – ehemalige Nepomucener erzählen aus ihrem Leben und Wirken’ außergewöhnliche Berufsbilder vorstellen“, so Ludger Wachsmann, Vorsitzender vom „Alumni Nepomuceni (AN) – ehemaliger Verein Coesfelder Abiturienten (VCA) e.

V.“, im Gespräch mit den Streiflichtern. „Den heutigen Schülern des Nepomucenum-Gymnasiums soll die Möglichkeit gegeben werden, mit den Ehemaligen in Kontakt zu treten und von deren Erfahrungen zu lernen. Wir wollen eine Vernetzung herstellen zwischen den früheren Schülern, die beruflich erfolgreich waren und sind und den jetzigen Schülern, um ihnen bei der Berufsfindung behilflich zu sein.“

Ein Droste-Gedicht, das

nie veröffentlicht wurde

Als zweiter Referent innerhalb des Projektes spricht der frühere Coesfelder und jetzt in Dülmen lebende Prof. Dr. Winfried Woesler (siehe auch Leute heute, Seite 31) zum Thema „Der Dichter – Dichters Glück, Interpretationen eines späten Droste-Gedichtes“. Hierzu der Referent: „Es geht dabei um ein Gedicht, das die Droste nicht veröffentlicht hat und letztlich um die Frage: ‚Was war der Sinn meines Schreibens?’ Das Gedicht war im Mai 1844 entstanden, 1844 starb sie. Levin Schücking, Redakteur beim ‚Morgenblatt’, hatte von ihr zehn bis zwölf Gedichte mitgenommen, davon sind nur vier veröffentlicht worden.“

Der eintrittsfreie Vortrag beginnt am morgigen Donnerstag, 16. Juni, um 19.30 Uhr im Nepomucenum. „Hierzu laden wir alle Schüler des Nepomucenums, die Eltern, die Lehrer, alle Freunde der Annette von Droste-Hülshoff und alle weiteren Interessieren herzlich ein“, so Ludger Wachsmann, der kürzlich noch mit dem neuen HSV-Trainer Michael Oenning telefoniert hatte, seinem nächsten Wunschreferenten.

Michael Oennings Zusage

hat weiter Bestand

„Momentan ist er nicht erreichbar. Er verweilt mit seiner Familie in Urlaub. Sobald er wieder seine Trainertätigkeit beim HSV aufnimmt, werde ich wieder mit ihm in Kontakt treten. Aus Verbundenheit zu seiner alten Schule hat er sein Kommen verbindlich zugesagt. Er hat auch von sich aus angeboten, mit den Mitgliedern der Schulmannschaft eine Trainingseinheit durchzuführen.“

Ein Wermutstropfen bleibt noch: „Leider können wir uns immer noch keine Glasvitrine für unsere rund 280 Jahre alte Neopomuc-Fahne leisten, die immer noch in einem Pappkarton liegt. Ich hoffe, dass wir bald Sponsoren finden, um die 4000 bis 5000 Euro zusammenzubekommen.“

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