Monika Strauß ist neu bei der Ateliergemeinschaft Gartenstraße

„Es hat alles sehr gut gepasst“

Die neue Künstlerin der Ateliergemeinschaft Gartenstraße Monika Strauß mit ihrem Lieblingsmotiv „Free soul“, das 2010 entstand.

Coesfeld. „Wir waren zu fünft. Frau Sawicki war aus persönlichen Gründen ausgeschieden“, so Iris Schulte Osthoff, Sprecherin der Coesfelder Ateliergemeinschaft Gartenstraße, Sükerhook 8. Jetzt habe man mit Monika Strauß eine Nachfolgerin gefunden.

Monika Strauß begann mit einer dreimonatigen Probezeit Ende September. Sie berichtet: „Wir wollten mal sehen, ob wir zusammen passen, die inneren Einstellungen und die Malerei. Es hat alles sehr gut gepasst. Wir haben uns schon von Anfang an sehr gut verstanden“, so die Autodidaktin, die nun in der Ateliergemeinschaft Gartenstraße zwei Räume hat. „In dem einen male ich, in dem anderen werde ich mehr gestalterisch tätig sein. Ich kreiere gerne aus weggeworfenen Gegenständen unserer Gesellschaft neue Dinge.“

Sie sei über eine Freundin darauf gestoßen, dass in der Ateliergemeinschaft jemand gesucht würde. „Ich war vorher eine Einzelgängerin und hatte die Ausstellungen der Ateliers Gartenstraße mit großem Interesse verfolgt und wünschte verstärkt Kontakte mit den Künstlern“, erzählt die 57-Jährige, die 1958 mit ihrer Familie aus Brandenburg nach Coesfeld zog, hier zunächst 16 Jahre wohnte und eine Ausbildung zur Einzelhandelskauffrau absolvierte. „Dann habe ich, unter anderem berufsbedingt, eine Odyssee durch ganz Deutschland gemacht und wohnte unter anderem in Hamburg, Köln, München, Wiesbaden und Essen. Ich habe Gaststätten und ein Hotel geführt und zwischenzeitlich nur wenig gemalt.“ Vor 20 Jahren kam sie zurück nach Coesfeld und fing nach einer schweren Krankheit 1994 wieder verstärkt an zu malen.

Ihr Lieblingsbild „Free soul“ (Freie Seele) entstand 2010. „Der Adler auf der einen Seite hat die Weitsicht, auf der anderen Seite zeigt New York die Kurzlebigkeit und die Zerstörung“, erklärt die Künstlerin ihr Ölkunstwerk. „Der Adler hält die Aufhängung der Brooklyn Bridge im Schnabel. Somit hält die Natur alle Fäden in der Hand. Nur in der Mitte des Flusses kann man das Leben wirklich genießen.“

Die Ateliergemeinschaft beabsichtigt, im April wieder einen Tag des offenen Ateliers zu veranstalten. „In diesem Rahmen möchten wir Frau Strauß und ihre Kunstwerke mit einer Ausstellung präsentieren“, so Iris Schulte Osthoff.

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