Quizshow und Talkrunde regen Jugendliche im Schulzentrum zum Nachdenken an

„Alkohol? Weniger ist besser!“

Rund 300 Schüler waren im Rahmen der Aktionswoche Alkohol im Schulzentrum zum Mitmachen aufgefordert. Die Alko-Quiz-Improvisations-Show wurde von Carsten Höfer (am Mikro) vom Improvisationstheater „Impro 005“ moderiert.

Coesfeld. Mit sehr zufriedener Miene verfolgte Petra Nachbar von der Fachstelle Prävention der Caritas im Kreis Coesfeld gestern den Auftakt der Aktionswoche „Alkohol“ im Schulzentrum mit.

„Die Schüler haben toll mitgemacht. Das war alles Andere als trockene Theorie“, betont sie. Junge Menschen für einen maßvollen Umgang mit Alkohol sensibilisieren und damit zugleich dem Missbrauch entgegenwirken – das will die bundesweite Aktionswoche Alkohol 2011. Daran beteiligen sich im Kreis Coesfeld die Arbeitskreise „Sucht“ und „Prävention“ in einer Gemeinschaftsaktion von 30 Trägern und weiteren Kooperationspartnern – und mit einem besonderen Konzept zum Aktionswochen-Motto „Alkohol? Weniger ist besser!“: Um Schulklassen verschiedener Jahrgänge anzusprechen, veranstalten die Partner seit gestern, mit Start am Schulzentrum in Coesfeld, eine „Alko-Quiz-Improvisations-Show“.

Das Grundkonzept dieser Show basiert auf bekannten Fernsehformaten mit Showmaster, Rateteams und Publikumsbeteiligung. In Kombination mit Elementen des Improvisationstheaters soll das Konzept Schülern ab Klasse acht dazu bringen, über ihr Wissen und ihre Erfahrungen kritisch nachzudenken. „Ernster Hintergrund ist die Tatsache, dass problematischer Alkoholkonsum bei Jugendlichen oft auf Neugier und fehlender Risikokompetenz beruht“, erläutert Dr. Gerd Pohl von der Fachstelle für Suchtvorbeugung des Caritasverbandes als einer der vielen Projektbeteiligten. „Suchtprävention ist wirksamer, wenn sie kontinuierlich und gemeinsam von vielen Seiten unterstützt wird – und wenn es gelingt, die Zielgruppen gekonnt und annehmbar anzusprechen“, ergänzt Markus Hagenbrock vom Kreisgesundheitsamt. Dies belegt der aktuelle Drogen- und Suchtbericht der Bundesregierung, wonach in der Folge der Suchtmittelkonsum von jungen Leuten rückläufig ist. Speziell beim Alkohol sieht die Bundesdrogenbeauftragte dennoch keinen Grund zur Entwarnung: Jeder fünfte Mann und fast jede sechste Frau im Erwachsenenalter trinken zu viel. Auch bei Jugendlichen ist das gesundheitlich riskante Rauschtrinken („Komasaufen“) weit verbreitet. Die rund 300 Schüler der Haupt- und Realschule sowie des Gymnasiums haben gestern die Möglichkeit zu einem „After-Quiz-Talk“ genutzt.

Die Show findet in Zusammenarbeit mit besonderer Unterstützung der Jugendämter noch an diesem Donnerstag von 10.15 bis 12.15 Uhr in Billerbeck an der Geschwister-Eichenwald-Realschule beziehungsweise der Don-Bosco-Hauptschule statt. Für die Moderation und den theatralisch-unterhaltsamen Teil der Show konnte das Improvisationstheater „Impro 005“ engagiert werden.

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