„Die bessere Alternative“

Aktive Bürger laden zum „Picknick im Schlosspark“ ein

Coesfeld. Für ein friedliches, tolerantes und weltoffenes Coesfeld will das Organisationsteam um den Lokalblogger Rainer Wermelt bei einem Picknick im Schlosspark am kommenden Samstag von 11 bis 16 Uhr ein deutliches Zeichen setzten. „Coesfeld bleibt bunt“ – so das Motto. Hintergrund: Der wegen Volksverhetzung verurteilte Michael Stürzenberger will in diesem Zeitraum in der näheren Umgebung seine Sicht auf die zweit größte Religionsgemeinschaft der Welt erläutern.

Bereits vor sieben Monaten war der Islamkritiker in Coesfeld. Ihm stellen sich über 500 Demonstranten entgegen. „Diesmal wollen wir keinen lautstarken Protest, sondern wir bieten mit unserem Fest der kulturellen Vielfalt die bessere Alternative“, so Rainer Wermelt. Viele aktive CoesfelderInnen, verschiedene kulturelle und religiöse Vereine unterstützen das Vorhaben. Für die Veranstaltung kann die Berkelbühne, die derzeit aufgebaut ist, verwendet werden. „Wir haben die Auflage, die Lärmschutzbegrenzung wegen der Nähe zum Krankenhaus einzuhalten“, so Wermelt und schließt an: „Es darf aber gerne unplugged mit Instrumenten gespielt werden.“ Er hofft auf weitere Akteure aus der Kulturszene, die der Kundgebung eine besondere bunte Note geben. „Picknick heißt Picknick“ schmunzelt der Organisator. Denn jeder Teilnehmer soll sich seinen Korb mit Essen und Trinken selbst mitbringen.

Die 670 Jahre alte St. Antonius-Schützenbruderschaft feiert an diesem Wochenende ihr Schützenfest. Nach alter Tradition ziehen sie ins Zentrum der Stadt ein. Doch diesmal wird der Große Zapfenstreich im Schlosspark stattfinden. Zu einem terminlichen Engpass mit dem„Interkulturellen Picknick“ wird es nicht kommen. „Zu dem Zeitpunkt haben wir den Platz wieder aufgeräumt“, sichert Wermelt zu.

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