Johanna Könning geht am 30. Januar in den Ruhestand

Abschied nach 13 Jahren als Rektorin der Lambertischule

Am 30. Januar hat Johanna Köning (hier bei Verwaltungsarbeiten) ihren letzten Arbeitstag an der katholischen Lambertigrundschule, wo sie 13 Jahre als Schulleiterin tätig war. Foto: R. Kübber

Coesfeld. „Gut gefallen hat mir der Kontakt mit den Eltern, Kollegen und Kindern, das was war sehr bereichernd“, sagt rückblickend Johanna Köning, Schulleiterin der Lambertischule, die am 30.

Januar ihren letzten „Schultag“ hat: Nach 13 Jahren Tätigkeit als Rektorin an der katholischen Grundschule geht sie nun in den Ruhestand. Auch mit Verwaltungsarbeit habe sie viel zu tun gehabt, um die Schulentwicklung voranzutreiben, und auch das habe ihr Spaß gemacht. 15 Stunden hatte sie selber noch unterrichtet, insbesondere katholische Religion, da Religionslehrer fehlten. „Das war gut, weil ich die Kinder dadurch kennengelernt habe.“

Ihr Lehramtsstudium absolvierte sie in den Fächern Deutsch, Kunsterziehung und Sachunterricht, die katholische Theologie kam nach der Referendarzeit zusätzlich, teilweise im Fernstudium, hinzu. „Vor meiner jetzigen Tätigkeit war ich 29 Jahre Lehrerin an der Marie-Frieden-Schule.“ 

Zu den Anforderungen, die im Laufe der Jahre auf das Lehrpersonal und ihre Schule zugekommen sind, erklärt sie: „Die Anforderungen sind extrem hoch, da aber ein gutes Team in der Schule ist, konnten wir diesen gerecht werden.“ Die Lambertischule sei vor eineinhalb Jahren von der Bezirksregierung als Vorreiterschule für Inklusion benannt worden. „Wir machen schon seit 20 Jahren gemeinsamen Unterricht. In jeder Jahrgangsstufe haben wir maximal sieben Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf.“ Gewünscht hätte sie sich mehr Zeit für einige Projekte, um die Theorie in die Praxis umzusetzen. „Viele Dinge wurden zu schnell angestoßen. Manchmal fehlte die Zeit für eine gute Umsetzung und der Druck für die Kollegen war dann groß.“

Ihrem Verabschiedungstermin sieht Johanna Köning mit gemischten Gefühlen entgegen. „Einerseits werde ich die Schule sehr vermissen, weil ich immer sehr gerne hier gewesen bin, als Lehrerin und als Schulleiterin, und der tägliche Kontakt mit Kindern, Kollegen und Eltern wird mir schon fehlen. Aber ich freue mich auch, dass ich wieder etwas Neues anfangen kann und werde das auch sicherlich genießen“, so die Vorsitzende des Kirchenvorstandes der Kirchengemeinde Anna Katharina.

Seit 15 Jahren gehört sie dem Kirchenvorstand an, sieben Jahre als Vorsitzende. Neben dem Kirchenengagement möchte sie demnächst Städtetouren unternehmen, mit dem Fahrrad Coesfeld und die Umgebung erkunden und viel lesen. „Mein Ehemann freut sich, dass ich zuhause bin und wir gemeinsam etwas unternehmen können“, so die kinderlose 63-Jährige.

SL-Ausgabe vom 21.1.2015

​Von Reinhold Kübber

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