Stadt Billerbeck und IBP setzen sich für Fortbestehen des Freibad-Kiosk ein

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Egon Stabel (von links), Jürgen Maas, Marion Dirks und Martin Althoff hoffen auf das Verständnis der Besucher.

Billerbeck. Die Freibad-Saison ist offiziell eröffnet – in Billerbeck bereits seit dem 1. Mai. Der altbekannte Kiosk im Freibad darf da nicht fehlen. Sein Fortbestehen sei nun allerdings gefährdet, wie die Stadt Billerbeck und der Kiosk-Betreiber Interkulturelle Begegnungsprojekte e.V. (IBP) berichten. Deshalb appellieren sie nun an die Freibadbesucher.

Seit zehn Jahren wird der Kiosk von IBP betrieben. „Die Zusammenarbeit war immer sehr gut“, so Bürgermeisterin Marion Dirks. Die Stadt sei froh, IBP als Kiosk-Betreiber gewonnen zu haben. Denn: „Der Kiosk ist betriebswirtschaftlich nicht rentabel“, sagt Martin Althoff, Geschäftsführer von Interkulturelle Begegnungsprojekte. „Ein gemeinnütziger Verein darf auf Dauer keine Verluste machen“, so Marion Dirks. Daher hat der Kiosk nur unter bestimmten Voraussetzungen – gutes Wetter und angemessene Besucherzahlen – geöffnet. Bei passendem Wetter wird auch innerhalb der Woche in den Kernzeiten geöffnet sein. Die Öffnungszeiten werden tagesaktuell ausgehängt. 

Trotz überwiegend positiver Resonanz liege das Problem für die Zukunft des Kiosks in dem Verhalten einiger Freibadbesucher. Der Kiosk trifft mit seinen angepassten Öffnungszeiten teils auf Unverständnis. „Kritik ist sehr gut. Wir wollen sie sogar. Solange sie konstruktiv ist“, berichtet Martin Althoff. Ein unsachlicher Umgang mit den Leuten und Rufschädigung gehören nicht dazu. 

Bei Problemen zwischen den Freibadbesuchern und dem Kiosk werde der zuständige Ansprechpartner vor Ort immer seltener benachrichtigt. Stattdessen werde der Frust über sozialen Netzwerke verbreitet. „So entstehen Halbwahrheiten“, sagt Althoff. Das Einstellen von neuen Aushilfen für den Kiosk wird dadurch erschwert. „Ein bisschen mehr Gelassenheit wäre wünschenswert“, so Althoff. „Es wäre schön, wenn die Besucher ihre Erwartungen dämpfen würden und dem Personal Freundlichkeit und Anerkennung entgegenbringen.“ 

Sollte sich an der aktuellen Situation im Freibad nichts ändern, wird der IBP den Kiosk langfristig nicht weiter betreiben. Die endgültige Entscheidung soll gemeinsam mit allen Beteiligten in der nächsten Winterpause getroffen werden.

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