Stadt Billerbeck und Naturschutzzentrum Kreis Coesfeld e.V. wollen die Wiesen in der Berkelaue reaktivieren 

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Gerd Mollenhauer (Fachbereichsleiter Planen und Bauen der Stadt Billerbeck), Birgit Stephan (Naturschutzzentrum Kreis Coesfeld e.V.) und Birgitt Nachbar (Fachbereich Planen und Bauen der Stadt Billerbeck).

Billerbeck. Gemeinsam an einen Strang zu ziehen, das ist den Beteiligten der Stadt Billerbeck, das Naturschutzzentrums Kreis Coesfeld und dem Pächter der Feuchtwiesen in der Berkelaue gemein. Ziel ist es, die Feuchtwiesen in der Berkelaue zu reaktivieren. Zurzeit seien laut Birgit Stephan vom Naturschutzzentrum Kreis Coesfeld e.V. und dort zuständig für die Berkelaue die Flächen nicht optimal genutzt.

Auf rund sieben Hektarn östlich des Wasser-Tretbeckens sollen drei verschiedene Wiese entstehen: Hochstaudenflur, eine klassische Sumpfdotterwiese und eine Glatthaferwiese. Auf letztgenannter Wiese wachsen neben Glatthafer unter anderem Margeriten, Vogel-Wicke, Wiesen-Bocksbart und Hornklee. Mit Blick auf die vergangenen zwei trocknenen Sommer könnte es laut Birgit Stephan, Diplom-Geographin/Landschaftsökologin, schwieriger werden, eine Feucht- und Nasswiese entstehen zu lassen. Doch grundsätzlich zeigte sie sich zuversichtlich: „Wir bekommen die Vielfalt wieder hin.“ Doch hierfür brauchten sie auch die Landwirte, ihr Fachwissen, ihre Technik und Maschinen. 

Zwei Mal im Jahr, anfangs mehr, sollen die Wiesen gemäht werden. Das Mahdgut wird abgetragen und als Viehfutter verwertet. „Für die landwirtschaftliche Nutzung ist es notwendig, dass keine Hunde auf den Wiesen Auslauf finden“, heißt es im aktuellen Flyer „Berkelaue“ der Stadt Billerbeck, den Birgitt Nachbar erstellt hat. 

Die Berkelaue ist NATURA 2000-Gebiet und damit nach der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie der europäischen Union geschützt. Dieses Naturerbe möchte die Stadt gemeinsam mit ihren Bürgern erhalten und naturnah für kommende Generationen entwickeln.

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