Ein Herz für das Domkontor entdecken: SL-Interview mit dem Vorsitzenden Stephan Vier

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Das Ziel der schwarzen Null hat laut Stephan Vier, dem Vorsitzenden der IB, das Domkontor erreicht, aber noch nicht den goldenen Ast. Ab Juli öffnet der Laden auch morgens.

Billerbeck. Euphorisch und mit jeder Menge Elan wurde vor fünf Jahren der Konzeptladen „Domkontor – und Genuss aus der Region“ mitten in der Fußgängerzone eröffnet. 20 Personen traten damals allein am Eröffnungstag, am Kerzenschein-Samstag 2014 , der Bürgergenossenschaft „Innenstadt Billerbeck“ (IB) bei und zeichneten Anteile. Streiflichter-Redakteurin Yvonne Reher hat mit Stephan Vier gesprochen. Vier hat vor gut einem Jahr den Vorsitz in der IB übernommen.

Ist die Anzahl von 400 Anteilen erreicht worden, um das Domkontor am Leben zu erhalten?

Stephan Vier: Zurzeit haben wird 330 Anteile erreicht. Mehr wären wünschenswert.

Hat dies Auswirkung auf den Bestand des Ladens?

Stephan Vier: Wir sind stabiler aufgestellt. Konnten bereits auch Rücklagen bilden.

Woran liegt diese positive Entwicklung des Konzeptladens?

Stephan Vier: Wir haben Werbepartner gefunden. Seit Kurzem sind wir auch Touristeninformation in Kooperation mit der Stadt. Darüber hinaus haben wir 2018 eine Grundgebühr für die Aussteller in Höhe von 5 Euro im Monat eingeführt. Dazu kommen noch die 35 Prozent vom Umsatz, die jeder schon zahlen musste. Bei den Ausstellern war die Grundgebühr nicht gern gesehen. Zuviel! Obwohl sie den Laden und den Verpackungsservice nutzen.

Hat sich die Einführung der Grundgebühr negativ auf die Anzahl der Aussteller ausgewirkt?

Stephan Vier: Zwölf Aussteller sind im vergangenen Jahr gegangen, elf sind dazugekommen. Jetzt haben wir 45 Aussteller, die sich wirklich präsentieren wollen.

Wer kommt in das Domkontor?

Stephan Vier: Eine Wertschätzung erfahren wir insbesondere von den Fahrradtouristen.

Was würden Sie sich wünschen?

Stephan Vier: Dass mehr Billerbecker das Domkontor besuchen. Und auch Anteile zeichnen. Wir würden uns auch sehr wünschen, wenn mit der Eröffnung des Drogeriemarktes die Bürger den Weg in die Lange Straße nicht vergessen. Denn gemeinsam mit den Geschäftsleuten in Billerbeck soll die Innenstadt belebt werden.

Apropos Anteile: Ein Anteil kostet 100 Euro. Schreckt diese Summe nicht einige ab?

Stephan Vier: Die Frage, was habe ich davon, kommt häufig! Eine belebte Innenstadt kann ich da nur sagen und ein engagiertes Team. Und traurig ist es schon, dass bei der Größe der Stadt nur rund 210 Genossen das Domkontor unterstützen.

Wie viele Personen gehören zum Team?

Stephan Vier: Wir haben drei geringfügig Beschäftigte im Kassenbereich. Und zwei Mal im Quartal muss einer der Aussteller Dienst schieben. Alle sind mit Spaß und Freude dabei.

Herr Vier, Sie haben früher nur Ihre Holzarbeiten ausgestellt, jetzt sind Sie Vorsitzender der IB – wie kam es dazu?

Stephan Vier: Als 2017 ein Beirat gegründet wurde, hatte ich noch eine große Schnauze, warum hatten sie mich nicht gefragt. Ein Jahr später als ein Nachfolger für die Vorsitzende Beatrice Schier gesucht wurde, habe ich meine Hand gehoben und wurde gewählt.

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