Delegation fährt im Mai nach Erquinghem-Lys

Gegenbesuch geplant

Vertreter aus Verwaltung, Rat, Schulen und Vereinen begrüßten im April vergangenen Jahres die fünf Gäste aus der französischen Stadt Erquinghem-Lys vor dem Billerbecker Rathaus. Am 17./18. Mai geht es für die Billerbecker zu einem Gegenbesuch nach Frankreich.

Billerbeck. Eine fünfköpfige Delegation der französischen Stadt Erquinghem-Lys in der Nähe von Lille besuchte im April vergangenen Jahres Billerbeck.

Ihr Ziel war und ist es, eine mögliche Partnerschaft mit der Domstadt zu knüpfen. Der herzliche Empfang durch die Vertreter aus Verwaltung, Rat, Schulen und Vereinen ließ in ihnen den Entschluss reifen, den eingeschlagenen Weg weiter zu gehen. Ihre Freunde luden sie daher zu einem Gegenbesuch ein. Am 17./18. Mai wird sich daher eine kleine Delegation aus Billerbeck auf den Weg in die 4 700-Einwohner-Stadt machen.

„Wir würden eine Städtepartnerschaft mit Erquinghem-Lys begrüßen“, betont Bürgermeisterin Marion Dirks mit Blick auf den harmonischen Antrittsbesuch der französischen Gäste. Jack Thorpe mit seiner Frau Sylviane, der in Erquinghem das Heimatmuseum betreibt, Liliale Malras (Gemeinderatsmitglied und zuständig für Partnerstädte) und ihr Mann Jean Claude sowie Gemeinderatsmitglied Véronique Depuyt freuen sich schon, ihre Freunde wiederzusehen.

Erquinghem-Lys liegt rund 400 Kilometer von Billerbeck entfernt. Durch die geringe Distanz könne laut Billerbecks Bürgermeisterin ein reger Austausch zwischen den beiden Gemeinden stattfinden.

Der Kontakt zu der französischen Stadt, an der Grenze zu Belgien, entstand über die Familie Suwelack. So liegt auf dem englischen Soldatenfriedhof in Erquinghem-Lys Josef Suwelack begraben, der zu den Flieger-Pionieren gehörte. Anfang der 1990er Jahre wurde das Grab gefunden.

Persönliche Kontakte bildeten auch die Grundlage für die deutsch-französischen Städtepartnerschaften der Nachbargemeinden Havixbeck und Nottuln. Seit 1973 pflegt Havixbeck seine Partnerschaft mit der französischen Stadt Bellegarde auf verschiedenen Ebenen. Und auch Nottuln mag die Freundschaften, die aufgrund ihrer Partnerstadt St.-Amand-Montrond entstanden sind, nicht mehr missen.

Vor 30 Jahren wurde der Partnerschaftsvertrag zwischen Nottuln und St.-Amand-Montrond geschlossen. Anlässlich dieses Jubiläums geht es vom 19. bis zum 23. Juni zur französischen Partnerstadt. Weitere Informationen hierzu stehen auf der Webseite des Partnerschaftskomitees St. Amand Montrond (www.st-amand.de).

Zum Thema:

Élysée-Vertrag: Am heutigen 22. Januar vor 51 Jahren wurde der Élysée-Vertrag von Bundeskanzler Konrad Adenauer und vom französischen Staatspräsidenten Charles de Gaulle im Pariser Élysée-Palast unterzeichnet. Mit diesem Abkommen rückten die beiden Länder zusammen. So verpflichteteten sich die Regierungen darin, sich in allen wichtigen Fragen der Außen-, Sicherheits-, Jugend- und Kulturpolitik zu beraten. Diesen Vertrag nahmen viele Gemeinden zum Anlass, deutsch-französische Partnerschaften zu knüpfen.

SL-Ausgabe vom 22.1.2014

Von Yvonne Reher

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