Gedankenaustausch zwischen Wolfgang-Suwelack-Stiftung und Anne-Frank-Gesamtschule

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Möchten die Erinnerung wachhalten: Wolfgang Suwelack, Stifter und Vorstandsvorsitzender (links), Ulla Ewelt, Vorstandsmitglied (Mitte), und Schulleiter Dr. Torsten Habbel.

Billerbeck. Die Wolfgang Suwelack-Stiftung und die Anne-Frank-Gesamtschule haben ein gemeinsames Interesse: An das Schicksal der Billerbecker Kinder Rolf-Dieter und Eva Eichenwald soll auch in Zukunft erinnert werden. Das ist die Quintessenz eines ersten Gedankenaustausches, zum dem sich zu Beginn des Jahres Wolfgang Suwelack und Ulla Ewelt von der Wolfgang Suwelack-Stiftung sowie der Schulleiter der Anne-Frank-Gesamtschule (AFG), Dr. Torsten Habbel, trafen. Die Wolfgang Suwelack-Stiftung fördert die Gedenkkultur und die Friedensarbeit.

„An diese Stiftungsidee kann die Anne-Frank-Gesamtschule mit ihrem ersten Leitsatz gut anknüpfen“, ist Schulleiter Dr. Habbel überzeugt und zitiert: „Die AFG fühlt sich dem geistigen Erbe ihrer Namensgeberin verpflichtet. Sie ermutigt die Schüler, mit Selbstkritik und Zivilcourage das Gemeinwesen mitzugestalten.“ Bisher hat die Wolfgang-Suwelack-Stiftung neben Projekten in Billerbeck in besonderer Weise die Geschwister-Eichenwald-Schule unterstützt. Stiftung und Schule sind Kooperationspartner und unterstützen sich in ihrem Anliegen, an das Schicksal der Billerbecker Kinder Rolf-Dieter und Eva Eichenwald zu erinnern. „Deswegen möchte ich mit der Stiftung die lebendige Erinnerung an den Tod der unschuldigen Kinder wachhalten und Initiativen gerne unterstützen“, betont Wolfgang Suwelack. 

Seit 2010 trägt die weiterführende Schule den Namen der Geschwister Eichenwald. Nach Auslaufen der Realschule übernahm die Gemeinschaftsschule den Namen. Da diese jedoch ebenfalls in fünf Jahren ihre Türen schließen wird, entstand die Frage, wie in Zukunft würdig und angemessen an das Schicksal der Geschwister Eichenwald erinnert wird. „Auch Anne Frank gehört zu den 1,5 Millionen jüdischen Kindern, die durch den nationalsozialistischen Terror ermordet wurden. Rolf-Dieter, Eva und Anne verbindet dieses grausame Schicksal“, verknüpft Dr. Habbel das Anliegen der Stiftung mit der Ausrichtung seiner Schule und ergänzt: „Ich sehe es als meine Aufgabe an, dass die AFG an ihren beiden Standorten in Billerbeck und Havixbeck dem Andenken an die Ermordung unschuldiger jüdischer Kinder gerecht wird.“ Beide möchten nun Synergieeffekte nutzen, „weil uns die Verantwortung für die Zukunft am Herzen liegt.“ Die AFG kann den Namen der Geschwister Eichenwald nicht in ihren Schulnamen integrieren. „Aber wir werden gemeinsam eine Lösung finden, dass auch namentlich an die Geschwister Eichenwald gedacht wird“, sagt der Schulleiter zu.

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