Es spukt in Billerbeck

Die Freilichtbühne zeigt ab 30. Mai das Stück „Das kleine Gespenst“

+
Die verschiedenen Spukgestalten leben in der Eulenburg. Die Hauptrolle des kleinen Gespenst übernimmt Emilia Alexander (zweite von rechts)

Billerbeck. Schaurig wird es ab Donnerstag, 30. Mai, auf der Freilichtbühne in Billerbeck werden. Die Uhren wackeln, Krüge fliegen durch die Luft und Tische bewegen sich wie von Geisterhand. Von Geisterhand, das ist das Stichwort, wenn das Kindertheater der Freilichtbühne ihr Stück „Das kleine Gespenst“ von Otfried Preußler präsentieren.

Der Regisseurin Bianca Grzanowksi steht dafür ein großes Ensemble zur Verfügung. „Es wird auf jeden Fall voll auf der Bühne“, verrät Grzanowski. Neben bekannten Gesichtern und erfahrenden Schauspielern sind auch einige Neulinge mit am Bord, die zum ersten Mal auf der Freilichtbühne stehen werden. „Auch wenn es größere und kleinere Rollen gibt, ist der Textanteil bei fast allen Rollen groß“, gibt die Regisseurin auch den „Neuen“ die Chance sich zu beweisen. 

Termine

Uhrzeit

30.5. Donnerstag,

16 Uhr

Premiere

2.6. Sonntag,

16 Uhr

10.6. Montag,

16 Uhr

16.6. Sonntag,

16 Uhr

20.6. Donnerstag,

16 Uhr

23.6. Sonntag,

16 Uhr

30.6. Sonntag,

16 Uhr

7.7. Sonntag,

16 Uhr

9.7. Dienstag,

9.30 Uhr

10.7. Mittwoch,

9.30 Uhr

10.7. Mittwoch,

15 Uhr

11.7. Donnerstag,

9.30 Uhr

7.8. Mittwoch,

17 Uhr

10.8. Samstag,

20 Uhr

Feuerwerk

14.08. Mittwoch,

17 Uhr

18.08. Sonntag

16 Uhr

21.08. Mittwoch,

17 Uhr

25.08. Sonntag,

16 Uhr

Einige der Schauspieler haben sogar mehrere Rollen. Wenn sie gerade nicht aktiv in der Szene sind, arbeiten sie im Hintergrund oder wechseln ihr Outfit. „Es müsste eigentlich auch Plätze hinter der Bühne geben, dass ist mindestens genauso spannend“, lacht Grzanowski. Sie bezeichnet das Stück auch als „logistische Meisterleistung“.

Inhaltlich geht es, wie der Name schon verrät, um das kleine Gespenst, dass in der Burg Eulenstein spukt. Das freundliche Gespenst kommt sonst nur bei Mitternacht aus seiner Truhe, doch was passiert, wenn es plötzlich bei Tageslicht erwacht und durch Eulenberg umhergeistert?

 Karten sind unter Telefon (02543) 1020, online auf www.freilichtbuehne-billerbeck.de oder an den Vorverkaufstellen im Bühnenheim, (samstags von 10 bis 12 Uhr), bei Heimbach Augenoptik und Hörakustik, bei Billerbeck–ink sowie an der Abendkasse erhältlich. Tickets kosten 8 Euro für Erwachsene und 6 Euro für Kinder.

„Eine große Bühnengemeinschaft“: Dr. Gülen Ipek Abali ist neue Marketing-Geschäftsführerin bei der Freilichtbühne

Die Billerbecker Freilichtbühne lockte Dr. Gülen Ipek Abali ursprünglich in die Domstadt – jetzt lebt sie bereits seit zwei Jahren dort. Damals kam sie als Regisseurin des Kinderstücks von 2017 „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ zur Freilichtbühne Billerbeck. „Ich wurde mit offenen Armen aufgenommen. Das ist eine große Bühnengemeinschaft“, lacht sie. Mittlerweile ist sie dort Geschäftsführerin für Marketing und Werbung. Die Liebe zum Theater zieht sich wie ein roter Faden durch das Leben der Neu-Billerbeckerin.

Während ihres Studiums der Theaterwissenschaft in Istanbul beschäftigte sich Dr. Ipek Abali bereits mit dem Theater für Kinder und Jugendliche. Damals fing sie auch schon damit an, selbst Stücke zu schreiben. „Mir wurde von einer Dozentin nahegelegt, es einmal mit Kinderstücken zu probieren“, schmunzelt sie.

Ihr Fachgebiet der Theaterpädagogik lernte sie dann in Berlin genauer kennen. „Die Fachrichtung gibt es in dieser Form gar nicht in der Türkei“, beschreibt sie ihre Promotion zum Thema „Kindertheaterliteratur“ bei Prof. Dr. Hans-Wolfgang Nickel. Mit dem Doktortitel in der Tasche machte die Theaterwissenschaftlerin dann Station bei insgesamt 47 Theaterstücken in Istanbul, Berlin, Frankfurt und Potsdam. Mittlerweile sind die von ihr geschriebenen Kinderstücke die am meist gespieltesten in der ganzen Türkei.

Ihre Interessen sind vielfältig: Von Übersetzungen über der eigenen schreiberischen Tätigkeit bis hin zu verschiedenen Theaterprojekten – das Spektrum ist breit. Das sieht man zum Beispiel bei einem Improvisationstheater bei „CasKultur“, das sie in Castrop-Rauxel gegründet hat. „Die Jugendlichen wollten unbedingt Theater spielen. Da haben wir dann etwas gefunden, das zu ihnen passt: Improvisation.“ Eine Chance für die Kinder aus sich selbst herauszukommen, Selbstbewusstsein aufzubauen und natürlich Spaß zu haben. Improvisationstheater ist für jeden etwas – davon ist Ipek Abali überzeugt: „Man braucht nur die richtigen Tipps und Tricks. Dann kann jeder schlagfertig sein.“

Ihre Interessen sind vielfältig: Von Übersetzungen über der eigenen schreiberischen Tätigkeit bis hin zu verschiedenen Theaterprojekten – das Spektrum ist breit. Das sieht man zum Beispiel bei einem Improvisationstheater bei „CasKultur“, das sie in Castrop-Rauxel gegründet hat. „Die Jugendlichen wollten unbedingt Theater spielen. Da haben wir dann etwas gefunden, das zu ihnen passt: Improvisation.“ Eine Chance für die Kinder aus sich selbst herauszukommen, Selbstbewusstsein aufzubauen und natürlich Spaß zu haben. Improvisationstheater ist für jeden etwas – davon ist Ipek Abali überzeugt: „Man braucht nur die richtigen Tipps und Tricks. Dann kann jeder schlagfertig sein.“

Auch bei der Freilichtbühne Billerbeck griff Ipek Abali selbst zur Feder. Als sie mit der Produktion von „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ begann, war die Regisseurin erstaunt über die Ensemblegröße der engagierten Billerbecker: „Für damals 46 Personen muss man das Stück schon passend umschreiben.“ Bewundernswert findet die Autorin, dass von vier bis circa 70 Jahren für jeden Darsteller die richtige Rolle dabei ist. Hinzu kommen Abteilungen wie Maske und Kostüm. „Gerade hier freuen wir uns auch immer wieder über neue Unterstützung. Bei Interesse kann man einfach mal zum Schnuppern vorbeikommen“, ermuntert sie.

Für die Zukunft könnte sich die Billerbeckerin auch vorstellen, auch selbst noch einmal Regie bei einem der Kinderstücke zu führen. „Es ist aber besonders schön, dass die Regisseure bei uns wechseln. Jeder hat seinen eigenen Stil, so werden immer wieder neue Ideen miteingebracht. Bianca Grzanowskis Inszenierung des kleinen Gespensts sollte man sich nicht entgehen lassen. Da kommt Gänsehautatmosphäre auf “, betont sie. Ein bisschen etwas kann Dr. Ipek Abali auch schon zu dem Kinderstück verraten. „Unsere Technikabteilung hat sich so einiges einfallen lassen. Die Bühne wird spuken.“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare