Kontrolle und Konzentration in der Luft

Billerbecker Trampolin-Abteilung trainiert für Westfälische Jahrgangswettkämpfe

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Die Wettkampfgruppe der Trampolinabteilung der DJK-VfL Billerbeck bereitet sich auf unterschiedliche Wettkämpfe vor. Das große Ziel für die Zukunft sind die Deutschen Meisterschaften.

Billerbeck. Durch die Luft wirbeln, einen kurzen Moment schwerelos sein und dennoch den Körper stets unter Kontrolle haben – der Trampolin-Sport übt für viele einen großen Reiz aus, so auch für die Sportler der Trampolin-Abteilung des DJK-VfL Billerbeck. Dreimal die Woche wird an den komplizierten Sprüngen und Übungen gefeilt, denn im März stehen die Westfälischen Jahrgangswettkämpfe an.

Den Wettbewerbssport starteten die Trampolinturner erst im vergangenen Jahr. Eine Abteilung im Aufbau. Nach ersten Starts bei Wettkämpfen in der näheren Umgebung soll dieses Jahr bereits an größeren Wettkämpfen teilgenommen werden, bevor dann die Deutschen Meisterschaften ins Auge gefasst werden können. „Vielleicht im nächsten Jahr“, überlegt Abteilungsleiter Bernd Maneman-Kallabis. Seit einigen Jahren leitet er die Trampolin-Gruppen. Unterstützt wird er dabei von seinem Sohn Matthis und Hanna Popmann. 

Damit bei den Sprüngen alles sitzt, legen die Gruppenleiter bei dem Training auch Wert auf Kraft und Gymnastik fernab vom Trampolin, wie etwa beim Bodenturnen. „Spagat und Handstand gehören einfach dazu“, weiß Maneman-Kallabis. Anschließend werden beim Training auf dem Trampolin zunächst neue Sprünge erlernt, und wenn diese sicher durchgeführt werden können, geübt, diese auch miteinander zu einer ganzen Übung zu verbinden. Dabei kommt es auf viele Feinheiten an. „Den Rücken gerade zu halten ist schwierig. Je öfter man trainiert, desto einfacher wird es jedoch“, beschreibt die 14-jährige Rike, die gerade an dem sogenannten Barani – einem Vorwärtssalto mit halber Schraube – arbeitet. 

Auch der Rückwärtssalto sei zunächst eine Herausforderung gewesen, ist sie sich mit dem elfjährigen Oskar einig. „Man muss erst einmal eine Blockade überwinden, um sich das zu trauen“, weiß der Sportler. Ein Gefühl für den Körper in der Luft zu entwickeln ist neben der nötigen Portion Mut wichtiger Bestandteil, damit die komplizierten Bewegungen einwandfrei ausgeführt werden können. „Es kommt auf die Kontrolle des Körpers während der Sprünge an. Die Raumorientierung sollten die Sportler stets behalten“, erklärt Trainer Manemann-Kallabis. 

Große Nachfrage an Plätzen 

Die Wettbewerbsgruppe besteht momentan aus Neun- bis 16-Jährigen, die montags, mittwochs und freitags trainieren. Der Kenntnisstand ist dabei ganz verschieden: Von einem Salto bis hin zu Übungen mit sieben Salti geben alle Trampolinturner ihr Bestes. „Wenn alles gut läuft, können wir im Sommer mit Doppelsalti anfangen“, hofft Manemann-Kallabis. Der Abteilungsleiter kam während seines Lehramtsstudiums zum Trampolinsport, arbeitete zeitweise sogar hauptberuflich als Trampolintrainer. Selbst ist er der Sportart jedoch nie verstärkt nachgegangen. „Wenn einer meiner Schüler den ersten Salto erlernt, sage ich immer ,Jetzt kannst du so viel wie ich’“, schmunzelt der Billerbecker. „Mit der Gruppe so intensiv zu arbeiten und ihre Fähigkeiten zu verbessern macht aber großen Spaß.“ Das Gemeinschaftsgefühl ist für alle wichtig. „Wir freuen uns immer, beim Training alle zu treffen“, betonen der 13-jährige John und der elfjährige Fritz. Da das Interesse am Trampolinsport in Billerbeck groß ist, sind bereits alle Gruppen gut gefüllt. Interessenten können dennoch zu dem Training kommen und nachfragen, ob es aktuell eine Teilnahmemöglichkeit gibt.

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