Egal ob auf Haus- oder Leinwänden 

Street-Art in historischer Kolvenburg: Ausstellung zeigt Werke von Danny Minnick

Danny Minnick Billerbeck Kolvenburg
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Die riesige Bodenarbeit von Danny Minnick ist Teil der Ausstellung. Publizist Jörg Schwarz (von links), Kulturreferentin Anna Maria Katz, Galerist Dirk Geuer und Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr bewundern das farbenfrohe Werk.

Künstler Danny Minnick war früher Skateboarder – und das sieht man auch in seinen Kunstwerken: Ähnlich wie mit seinem Board damals springt er jetzt mit Farbe von Leinwand zu Leinwand. 40 seiner Werke sind nun bei der Ausstellung „Liquefied Troubles – Street-Art Poetry“ in der Billerbecker Kolvenburg bis zum 1. November zu sehen.

  • Die Ausstellung "Liquefied Troubles - Street-Art Poetry" wurde in der Kolvenburg eröffnet. 
  • Zu sehen sind Bilder des amerikanischen Künstlers Danny Minnick. 
  • Noch bis zum 1. November läuft die Ausstellung. 

Billerbeck. Ganz unterschiedliche Werke von Danny Minnick sind in der Ausstellung "Liquefied Troubles - Street-Art-Poetry" in der Billerbecker Kolvenburg zu sehen. Egal ob großformatige Leinwandarbeiten oder kleine Unikate – gemeinsam haben alle Bilder den besonderen Street-Art-Stil des amerikanischen Künstlers. 

Minnick kombiniert knallige Farben mit abstrakten Figuren und Elementen. Dabei oft zu sehen: Sein Markenzeichen, eine skelettartige Figur mit einem Pluszeichen in der Körpermitte. „Für die positive Energie“, erklärt der Künstler Danny Minnick per Videokonferenz aus Los Angeles. „Den Stil habe ich nicht ausgewählt, er hat mich gefunden. Es ist mir wichtig, dass es keine Regeln in meiner Kunst gibt und ich authentisch bleibe.“ 

Bilder behandeln auch politische Themen

Denn nur auf „normalen“ Leinwänden arbeiten, ist nicht das Richtige für das Multitalent. In New York werden Hauswände von seiner bunten Kunst geschmückt und in der Kolvenburg sind bemalte Buchseiten und begehbare Bodenarbeiten ausgestellt. Die Nähe zur Kunst ist auf diese Weise um einiges größer.

Die Motive sind so vielseitig wie die Materialien. „Inspiration finde ich überall in meinem Leben“, macht Danny Minnick deutlich. „Auch meine Freunde oder mein Hund sind oft Teil meiner Bilder.“ Seine Arbeiten umfassen außerdem aktuelle Themen aus Politik und Umweltschutz, zum Beispiel die zunehmende Vermüllung der Ozeane. 

Führungen und Workshops geplant

Dass Danny Minnick nun aufgrund der Corona-Bestimmungen vorerst nicht selbst nach Deutschland kommen kann, um die Ausstellung zu begutachten findet er schade, denn das historische Ambiente gefällt dem Amerikaner gut. „Der Kontrast zwischen der modernen Street-Art und den historischen Mauern in der Kolvenburg macht gerade den Reiz aus“, findet Kulturreferentin des Kreises Coesfeld Anna Maria Katz. Auch Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr ist beeindruckt von den farbenfrohen Werken: „Auch in diesen Zeiten ist Kultur wichtig und es ist toll, dass die Ausstellung nun eröffnen kann.“

Ursprünglich sollte sie bereits im April beginnen. Sobald es die Corona-Regel. zulassen, sollen in der Kolvenburg auch noch Führungen durch die Ausstellung und verschiedene Workshops hinzukommen.

Auch das Glasmuseum in Lette hat wieder seinen Betrieb aufgenommen. Noch bis August sind dort die Neuerwerbungen 2019 in einer Sonderausstellung zu sehen.

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