Billerbeck auf einem Fleck

Erstmals Führungen rund um den Früchteteppich im St.-Ludgerus-Stift

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Noch ist die vorbereitete Unterlage für den Früchteteppich in der Altenbegegnung. Doch schon bald wird sie zur Freude von (v.l.) Gästeführerin Stefanie Stockmann, Dagmar Lange (St.-Ludgerus-Stift), Beate Surmund (St.-Ludgerus-Stift), Gästeführerin Sarah Bosse und Tourismus-Managerin Marion Kessens in das Foyer des St.-Ludgerus-Stiftes gebracht, damit der Früchteteppich gestaltet werden kann.

Billerbeck. Es gibt Traditionen, von denen sich jeder ungern verabschieden würde. Der Früchteteppich im St.-Ludgerus-Stift in Billerbeck gehört dazu. Seit über zwei Jahrzehnten wird im Foyer des Altenheimes zu Erntedank jeweils zu unterschiedlichen Mottos aus unterschiedlichen Materialien ein kunstvolles Werk kreiert. In diesem Jahr wird das Team des Sozialen Dienstes im vierten Jahr in Folge den Früchteteppich gestalten. Der Plan steht schon einmal auf einer handgefertigten Skizze von Beate Surmund vom Sozialen Dienst. „Billerbeck auf einem Fleck“ heißt das Motto des diesjährigen Früchteteppichs, der einen Durchmesser von vier Metern haben wird.

Dargestellt werden in besonderer Weise das Altenheim, die Kolvenburg, die Kultur, die Feuerwehr, Schule und Sport sowie die Kirchen in Billerbeck. Bespickt werden die einzelnen Felder mit Ansichten von Billerbeck. Drumherum werden die 15 Bauerschaften der Stadt künstlerisch abgebildet. In die Mitte kommt das städtische Wappen. Gefertigt aus Seidenpapier, das mit einer Reißtechnik von den Bewohnern des St.-Ludgerus-Stiftes bearbeitet werden soll. Gemeinsam mit den Bewohnern soll das Werk entstehen. „Einige von ihnen sammeln schon Material“, so Dagmar Lange vom Sozialen Dienst. Den Hauptteil übernehmen jedoch die Mitarbeiter des Sozialen Dienstes.

Der Früchteteppich „Billerbeck auf einem Fleck“ biete laut Marion Kessens, Tourismus-Managerin, die Möglichkeit auch Menschen, die kaum laufen können, einen Eindruck von Billerbeck zu vermitteln. Alleine werden die Besucher nicht vor dem Kunstwerk stehen, das ab dem 25. September aufgebaut wird und offiziell ab dem 6. Oktober vier Wochen lang in seiner Ganzheit zu bewundern ist. Denn zum ersten Mal werden Führungen rund um den Früchteteppich angeboten. „Diese übernehmen unsere beiden Gästeführerinnen Sarah Bosse und Stefanie Stockmann“, freut sich Marion Kessens. Die Führungen dauern rund 45 Minuten. Die Mindestteilnehmerzahl bei Gruppenführungen beträgt zehn Personen. Die Kosten belaufen sich auf 40 Euro pro Gruppe. Anmeldungen nimmt die Stadt Billerbeck unter Telefon (02543) 7373 entgegen. Darüber hinaus werden zwei öffentliche Führungen angeboten: am Donnerstag, 10. Oktober, um 11 Uhr und am Mittwoch, 16. Oktober, um 15 Uhr. Diese kosten 3 Euro pro Person.

Seit 2016 kümmert sich das Team des Sozialen Dienstes um den Früchteteppich. Zuvor wurde er sechs Jahre von der Billerbecker Künstlerin Lioba Feld gestaltet. Den ersten Früchteteppich legte 1997 Robert Frieling. Der ehemalige Pflegedienstleiter des St.-Ludgerus-Stiftes war auch dessen Ideengeber.

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