Ausstellung über „Wege aus der Depression“: Kunstwerke in Billerbecks Bahnhof 

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Insgesamt 20 Fotografien, Malereien und Grafiken zum Thema „Wege aus der Depression“ werden ausgestellt.

Billerbeck. Die Ausstellung „Wege aus der Depression“ zeigt Bilder von an Depression erkrankten Menschen und wird ab Sonntag, 5. Mai, bis Freitag, 31. Mai, in Billerbecks Bahnhof zu sehen sein. Seit 2011 reisen 20 Bilder aus drei Kreativwettbewerben der Stiftung Deutsche Depressionshilfe quer durch Deutschland und kommen im Mai auch in den Kreis Coesfeld.

Die Kunstwerke laden zu Gedankenaustausch und Diskussion ein. Ob Fotografien, Malereien oder Grafiken – die Künstlerinnen und Künstler, oftmals selbst Betroffene oder Angehörige, teilen mit ihren Werken ihre eigenen Erfahrungen und Perspektiven auf die Erkrankung. Gleichzeitig machen sie mit den selbstgeschriebenen Begleittexten auch anderen Mut, sich auf ihren eigenen Weg aus der Depression zu machen. Die Ausstellung wird am Sonntag, 5. Mai, um 11 Uhr mit einem Vortrag des ehemaligen Chefarztes der Klinik am Schlossgarten Dülmen, Dr. Wilhelm Oelenberg, eröffnet. Der Verein IBP Interkulturelle Begegnungsprojekte e.V. und die Volksbank Baumberge unterstützen die Ausstellung.

Seit 2011 schreibt die Stiftung Deutsche Depressionshilfe alle zwei Jahre im Rahmen des Deutschen Patientenkongresses Depression einen Foto- und Kreativwettbewerb aus. Ausgezeichnet wurden Bilder von Betroffenen und Angehörigen, die „Wege aus der Depression“ aufzeigen. Aufgrund des großen Zuspruchs wurden 2011 erstmals einige Bilder der Wettbewerbe in einer Ausstellung gezeigt. Insgesamt erkranken in Deutschland jedes Jahr rund 5,3 Mio. Menschen an einer behandlungsbedürftigen Depression. Der Fördervereinsvorsitzende Valentin Merschhemke erklärt: „Eine Depression im medizinischen Sinn muss deutlich unterschieden werden von depressiven Verstimmungen, die jeder kennt und die zum Leben dazugehören. Um von einer echten Depression zu sprechen, müssen mehrere Krankheitszeichen über mindestens zwei Wochen vorliegen. Dazu zählen eine gedrückte Stimmung, Interessen- und Freudlosigkeit, ein permanentes Erschöpfungsgefühl, die Neigung zu Schuldgefühlen, Schlaf- und Appetitstörungen und das Gefühl der Ausweglosigkeit. Depression ist jedoch mit ärztlicher Hilfe gut behandelbar. Grundsätzlich ist der Hausarzt der erste Ansprechpartner.“

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