Zu offenherzig?

"Wie ist das überhaupt legal?": Wohnungsanzeige sorgt für gespaltene Meinungen

Ein Immobilieninserat aus Sydney wirft viele Fragen auf. (Symbolbild)
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Ein Immobilieninserat aus Sydney wirft viele Fragen auf. (Symbolbild)

Neu inserierte Immobilien gehen wegen des angespannten Wohnungsmarktes normalerweise weg wie warme Semmeln. Ob das bei dieser "speziellen" Wohnung auch der Fall ist?

  • Eine Wohnungsanzeige aus Sydney wirf im Netz viele Fragen auf.
  • Ein Detail stellt für einige ein Ausschlusskriterium dar.
  • Trotzdem scheint das Interesse an der Wohnung groß.

Eigentlich sieht das kleine Apartment im östlichen Viertel Surry Hills in Sydney gar nicht so schlecht aus: Über die Fenster kommt genügend Licht in die frisch renovierte Wohnung, eine moderne Küche ist vorhanden und mit Bett, Fernseher und Sofa ist sie auch schon voll ausgestattet. Ein Detail inmitten des Apartments lässt sich aber kaum ignorieren - und wirft momentan unter Twitter-Nutzern Fragen auf.

Wohnungsanzeige mit kuriosem Detail

Auf dem sozialen Netzwerk wurde ein Bild des Inserats vom Nutzer Joan Westenberg geteilt. Was sofort ins Auge fällt, ist die ungewöhnliche Kombination aus Küche und Bad direkt nebeneinander - und nur durch eine Glasscheibe abgetrennt. So hat man beim Duschen oder Erledigen des Geschäfts stets einen ungehinderten Blick auf die gesamte Wohnung. Gleichermaßen hätte aber auch ein möglicher Besuch freie Sicht auf das, was im Badezimmer passiert. Von Privatsphäre also keine Spur.

Die kleine Wohnung kostet in der Woche 380 Australische Dollar. Umgerechnet wären das circa 915 Euro im Monat - für die Wohngegend ein angemessener, wenn nicht gar günstiger Preis, wie manche Nutzer meinen, die das Inserat entdeckt haben. Aber ob das reicht, um sich an das "offene" Bad zu gewöhnen?

Maklerin bietet Lösung für offenherzige Aufteilung

"Viele Menschen haben sich schon gemeldet und lieben es, weil es so anders ist, als das was man normalerweise sieht", meint die Maklerin Emma Mattiuzzo, die die Wohnung vermittelt, im Gespräch mit dem Portal Real Estate. Um mehr Interessenten zu ködern, müsste in den ersten zwei Wochen auch keine Miete bezahlt werden. Zudem sei sie um 50 Dollar in der Woche günstiger, als sie es ohne die Corona-Pandemie wäre.

Auch für das Problem der geringen Privatsphäre im Badezimmer hat die Maklerin eine Lösung: "Das Apartment reicht für eine Person und weil es sowieso nicht viel Platz gibt, werden keine Dinner-Partys möglich sein. Darum wird es für die meisten kein Problem sein."

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Der ein oder andere Twitter-Nutzer fragt sich aber, ob sowas überhaupt sein darf: "Wie ist das überhaupt legal? Ich hätte schwören können, es gibt Bauvorschriften, die so etwas verbieten", schreibt eine Person zum Beispiel. Eine andere Userin scheint der Wohnung aber nicht völlig abgeneigt zu sein: "Was stimmt mit mir nicht, dass meine erste Reaktion nur war: '380 Dollar in der Woche sind gar nicht übel'". Einen gewissen Reiz scheint es also zu haben...

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