Tipps

Wie oft muss eigentlich das Wasser im Planschbecken gewechselt werden?

Spielende Kinder im Pool im Garten.
+
Bei steigender Wärme können sich auch im Planschbecken-Wasser Keime vermehren.

An heißen Sommertagen bietet das Planschbecken den Kleinen eine willkommene Abkühlung. Aber wie oft muss das Wasser eigentlich gewechselt werden?

  • Ein Planschbecken* darf eigentlich in keinem Garten fehlen.
  • Um Keimen keine Chance zu geben, müssen Sie das Wasser regelmäßig wechseln.
  • Dieses lässt sich übrigens im Garten weiterverwenden.

Kühles Nass an heißen Tagen ist ein wahrer Segen. Besonders Kinder sind hocherfreut, wenn sie sich im Planschbecken austoben und spielen können. Bevor das Wasser zur unansehnlichen Brühe wird, muss es aber gewechselt werden - aber wie oft ist es wirklich nötig?

Planschbecken-Wasser: Wie unhygienisch ist es?

Oft sammeln sich schon nach wenigen Stunden, nachdem das Planschbecken aufgefüllt wurde, Insekten und Laub im Wasser. Von den Kindern wird zudem Erde, Sand oder Gras hineingetragen. Auch über die Unterhose gelangen Keime ins Becken, die sich bei wärmer werdendem Wasser vermehren können, wie Christina Otto, Leiterin des Fachgebietes Mikrobiologie des Trink- und Badebeckenwassers im Umweltbundesamt der Süddeutschen Zeitung verriet. Zwar hält sie es für unwahrscheinlich, im privaten Planschbecken zu erkranken, "aber es ist nicht auszuschließen, dass ein hygienisches Risiko bestehen kann".

So oft sollten Sie das Wasser im Planschbecken wechseln

Der TÜV Rheinland empfiehlt deshalb, das Wasser im Planschbecken regelmäßig, am besten täglich, auszutauschen. Spätestens alle drei Tage sollte das Wasser jedoch gewechselt werden. Besonders um zarte Kinderhaut zu schützen, sei es wichtig, für hygienisch sauberes Badewasser zu sorgen - spezielle Reinigungs- und Desinfektionsmittel seien dafür aber nicht immer geeignet. Deshalb das Wasser lieber sofort ganz ablassen und neu auffüllen.

Planschbecken reinigen: Darauf müssen Sie achten

Nach dem Entleeren wischen Sie das Becken gründlich mit einem feuchten Tuch aus. Danach sollte es erst einmal vollständig trocknen, bevor Sie es erneut füllen. Algenreste oder Schmutz entfernen Sie auch einfach mit einem Lappen - bei regelmäßiger Reinigung sollte das aber nicht zum Problem werden. Verwenden Sie dafür außerdem nur weiche Lappen, da Schwämme oder harte Bürsten die Pool-Folie beschädigen können.

Auch interessant: Familien müssen Planschbecken abbauen - damit Einbrecher nicht darin ertrinken.

Was Sie mit abgestandenen Planschbecken-Wasser noch tun können

Das abgestandene Wasser aus dem Planschbecken lässt sich im Übrigen weiterverwenden, wie Patricia Steinborn vom Zentralverband Gartenbau e.V. laut Kölnische Rundschau verriet - und zwar zum Blumengießen. „Das ist im herkömmlichen Rahmen unproblematisch. Kommt das Wasser nicht kalt aus der Leitung, sondern ist etwas wärmer, ist es sogar angenehmer für die Pflanzen.“ Auch Sonnencreme oder Schmutzreste, die beim Badespaß ins Wasser gelangt sind, seien kein Problem. Nur bei Chlor oder Algenstopp sollten Sie vorsichtig sein: „Dann müsste man genau gucken, welches Produkt wie lange im Wasser ist und welche Pflanzen damit gegossen werden können.“ (fk) *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

Lesen Sie auch: Brauche ich für einen Pool eine Baugenehmigung?

Diese zehn Fehler können Ihren Garten ruinieren

Gießen Sie Ihren Garten eher abends? Dann machen Sie es falsch. Denn es ist immer noch so heiß, dass der Großteil der Feuchtigkeit verdunstet. Deshalb ist die Mittagszeit auch der schlechteste Zeitpunkt, um die Gießkanne auszupacken. Am besten ist es, die Pflanzen morgens gegen sechs Uhr zu bewässern.
Oft wird beim Gießen nicht besonders darauf geachtet, wieviel Wasser die Pflanzen eigentlich individuell benötigen. So brauchen Sie mediterrane Pflanzen meist nicht so stark bewässern, da sie schwüles Wetter gewöhnt sind. Als Faustregel gilt: Je größer die Blätter, umso mehr Wasser benötigt die Pflanze.
Die meisten Hobbygärtner verlassen sich bei der Gartenpflege auf den Rasenmäher mit Fangkorb. Doch dadurch lassen Sie sich eine einfache Gelegenheit den Rasen zu düngen und vor der Hitze zu schützen, durch die Lappen gehen. Lassen Sie stattdessen den Schnitt als Mulch auf dem Rasen liegen - er versorgt ihn mit Nährstoffen und speichert Feuchtigkeit für heiße Tage.
Topfpflanzen bekommen meist genauso viel Zuwendung, wie alle anderen Pflanzen im Garten - doch das ist ein Fehler. Sie brauchen mehr Wasser, da sie von weniger Erde umgeben sind, die die Feuchtigkeit speichern kann. Deshalb müssen Sie täglich ausgiebig bewässert werden. Um die weggewaschenen Nährstoffe wieder herzustellen, brauchen Topfpflanzen zudem eine regelmäßig Düngung.
Diese zehn Fehler können Ihren Garten ruinieren

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare