Ein ungewöhnliches Hobby 

Wettkampf-Traum erfüllt: Kutscher Alexander Blome nahm an Deutscher Meisterschaft der Zweispänner teil

Viel Action bei der Deutschen Meisterschaft in Lähden: Mit seinem Zweispänner bewältigt Alexander Blome das Wasserhindernis.

Dülmen/Lette. Die Pferde ausbilden, Teamwork mit dem Beifahrer, Hindernisse durchfahren und dabei die Tore in der richtigen Reihenfolge durchfahren und Kurven erwischen – all das und mehr gehört beim sportlichen Kutschefahren dazu. Eine komplexe Sportart, die der Dülmener Alexander Blome bereits seit neun Jahren begeistert betreibt.

Einen Traum, von dem der 22-jährige bereits vor Jahren in einem Streiflichter-Interview berichtete, konnte er sich nun erfüllen: Die Teilnahme an den Deutschen Meisterschaften der Zweispänner in Lähden am vergangenen Wochenende. Gleich in drei verschiedenen Disziplinen zeigte er dort sein Können im Pony-Zweispänner: Dressur, Gelände und Hindernisfahrt. Am Ende zählte dann die kombinierte Wertung. Von in seiner Klasse angetretenen 23 Teilnehmern aus ganz Deutschland belegte Alexander Blome am Ende Platz 21. „Ich konnte für das nächste Jahr viele wichtige Erfahrungen sammeln und bin froh, dass ich mit den anderen Teilnehmern mithalten konnte“, zieht der Dülmener Bilanz. „Mein Gespann ist noch recht jung. Deswegen war es gut, mit den Pferden verschiedene Sachen auszuprobieren.“

Bei den Turnieren startet der Kutscher als Mitglied der Reit- und Fahrgemeinschaft Hof Hillebrandt e.V. in Lette. Seine Ponys stehen in Lette auf dem Hof Mensmann. Mit seinem sechsjährigen Schimmel und seinem achtjährigen Rappen nahm er bereits an einigen Turnieren teil. Sie bildete der Dülmener selbst aus – genau wie sein drittes Pony, das in der Zukunft auch bei Turnieren starten soll. Eine große Herausforderung, aber auch Reiz für den 22-Jährigen. Denn nur, wenn die Ponys gut ausgebildet sind, bewältigen sie Hindernisse und Parcours ohne Probleme.

Internationale Turniere als Zukunftsziel

„Auch das Zusammenspiel der Pferde ist entscheidend. Das Ziel ist, möglichst synchron zu sein. Wenn man die Kutsche von der Seite sieht, sollte es so wirken, als zöge nur ein Pferd die Kutsche.“ Ein weiterer Faktor, der die Sportart für Blome so attraktiv macht, ist das Teamwork mit dem Beifahrer, der neben beratender Tätigkeit auch für die Balance der Kutsche zuständig ist. Außerdem sei der Kutschsport – anders als viele andere Sportarten – eine Tätigkeit für viele Altersklassen. Trotz Corona-Pandemie schaffte es der junge Kutscher 2020, an drei Turnieren teilzunehmen. Für das nächste Jahr hat er bereits ambitionierte Pläne: „Ich möchte künftig auch bei internationalen Turnieren starten und bin zur Zeit auf der Suche nach einem Sponsor.“ Denn in den Nachbarländern von Deutschland ist der Kutschsport ebenfalls beliebt.

Auch nach neun Jahren ist bei Alexander Blome die Leidenschaft für sein Hobby nicht abgeflaut – sondern im Gegenteil noch stärker geworden. So plant er nach Abschluss seiner Ausbildung zum Groß- und Außenhandelskaufmann bei Bio Weiling in Coesfeld, verstärkt Zeit in seine Sporart zu investieren.

Mit dem ungewöhnlichen Hobby startete der junge Kutscher, nachdem seine Familie ein Dülmener Wildpferd gewann und daraufhin mit dem Kutschefahren begann. Schnell war er Feuer und Flamme dafür. „Dass ich so lange am Ball bleiben würde, damit hatte damals wohl keiner gerechnet“, schmunzelt Alexander Blome.

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