„Alle die hier sind, sind wichtig“

Interview mit Schießstand-Abteilungsleiter Thomas Averesch

Abteilungsleiter Thomas Averesch.

Coesfeld. Seit 1964 können interessierte Schützen ihr Talent auf dem Schießstand der SG Coesfeld unter Beweis stellen. Thomas Averesch, Abteilungsleiter, erfüllt seine Aufgaben mit Leidenschaft. Streiflichter-Mitarbeiterin Pia Vogeshaus hat mit ihm über die Jugendlichen am Schießstand und die Förderung des Nachwuchses gesprochen.

Wie kam es dazu, dass die Schießabteilung in Coesfeld gegründet wurde?

Thomas Averesch: Mein Vater, Ernst Averesch, hat die Abteilung mit seinem Bruder, Heinz Averesch, und Hermann Griepen zusammen gegründet. Die Abteilung ist im Jahr 1964 entstanden – einfach nur deshalb, weil die drei eine neue Freizeitbeschäftigung haben wollten. Es haben sich auch relativ schnell noch mehr Leute gefunden, die sich angeschlossen haben. Dann wurde in Eigenleistung ein Clubhaus gebaut, damals noch an der Dülmener Straße. Die heutige Anlage wurde 2001 gebaut und befindet sich im Sportzentrum Süd der SG.

Wie wurdest du dann zum Abteilungsleiter?

Averesch: Bevor mein Vater, der früher Abteilungsleiter war, gestorben ist, hat er mich gefragt, ob ich das Amt übernehmen möchte. So ist es dann dazu gekommen. 

Warum sollten sich gerade junge Leute anmelden?

Averesch: Wer Interesse an dem Schießsport hat, der kann hier abschalten. Hier ist es schön ruhig und man kann sich gut konzentrieren. Der Sport ist zum Beispiel auch eine gute Ablenkung nach der Schule. Und wenn die Schützen dann merken, dass sie Erfolg haben, dann bleiben die meisten auch dran. Wenn sie den Schießsport kennengelernt haben, entwickeln sie oft Ehrgeiz – und möchten unbedingt die zehn Ringe schießen. Das ist dann für die meisten ein besonderes Gefühl. Gerade auch für die jungen Leute. Wir freuen uns immer über Jugendliche, weil die gut von unserem Jugendtrainer Christian Voßkühler betreut werden. Hier wird keiner im Regen stehen gelassen.

Das bringt ja wahrscheinlich auch neuen Schwung rein...

Averesch: Ja, das ist so. Ich finde das ist immer wichtig. Jungs und besonders auch Mädchen sind immer herzlich willkommen.

Was sind denn die Bedingungen für die Jugendlichen, um schießen zu können?

Averesch: Es gibt da keine Bedingungen. Außer, dass mindestens 12 Jahre alt sein muss. Sonst, wenn das Interesse besteht: Einfach mal reinschauen! Unsere Trainingszeiten sind jeweils dienstags, mittwochs und freitags von 18 bis 21.30 Uhr.

Und wie werden die „Anfänger“ dann vorbereitet?

Averesch: Die bekommen eine Einweisung mit dem Gewehr, und erfahren, wie sie sich richtig hinstellen. Christian Voßkühler bereitet die sehr gut auf alles vor. Nachwuchs brauchen wir händeringend, denn leider ist der Schießsport bei Jugendlichen nicht so bekannt, obwohl eine Menge Spaß dahinter steckt. Unsere Ligamannschaf ist besonders erfolgreich. Sie hat in diesem Jahr sogar den ersten Platz belegt. Das ist ein tolles Gefühl für alle Beteiligten.

Was müssen die Jugendlichen mitbringen zum Training?

Averesch: Nur Motivation. Wir stellen hier am Stand die Waffen, die Schießjacken, die Munition und Handschuhe. Alles, was man eben so braucht. Ich habe bis jetzt immer die Erfahrungen gemacht, dass die Jugendlichen sich besonders wohl fühlen. Mein Vater hat immer gesagt: „Es geht immer lustig zu auf dem Schießstand, denn Schützen sind schließlich keine Kinder von Traurigkeit.“ Wer Interesse hat, kann sich bei mir melden unter der Tel. (0173) 9058160.

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