Gegen Betrug im Netz

„Sicher bezahlen“ – Mit dieser Funktion will Ebay Kleinanzeigen vor Risiken beim Onlinekauf schützen

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Ebay Kleinanzeigen führt eine Bezahlfunktion ein. (Symbolbild)

Beim Onlinekauf kommt es nicht selten zu Enttäuschungen. Mit einer neuen Maßnahme will Ebay Kleinanzeigen insbesondere Käufer vor Betrug schützen.

Leider ist es schon vielen Verbrauchen im Netz so gegangen: Man bezahlt vorab, bekommt dann aber nicht die entsprechende Ware geliefert. Das Internetportal Ebay Kleinanzeigen hat nun eine neue Bezahlfunktion eingeführt, die Käufer und Verkäufer vor verschiedenen Risiken beim Online-Kauf schützen soll.

Neue Bezahlfunktion bei Ebay Kleinanzeigen

Das hat das Unternehmen am Donnerstag (29. Oktober) angekündigt. „Sicher bezahlen“ heißt der Treuhand-Service bei Ebay*-Kleinanzeigen, der insbesondere Käufer vor Betrug schützen soll, wie die Deutsche Presse-Agentur berichtet. Sie erhalten den Kaufpreis zurück, falls Sie einen Versandartikel nicht erhalten oder dieser wesentlich von der Beschreibung abweicht, wie das Unternehmen mitgeteilt habe.

Der neue Service sei nur für den Versand gedacht, berichtet dpa zudem. Beim Abholen vor Ort greife der Käufer- beziehungsweise Verkäuferschutz nicht. Ebenfalls ausgeschlossen seien Dienstleistungen oder immaterielle Güter. Die Nutzung von „Sicher bezahlen“ sei nicht verpflichtend. Beide Seiten könnten sich auch weiterhin auf andere Zahlungsmethoden verständigen.

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Neuer Dienst bei Ebay Kleinanzeigen gegen Gebühr

Für den Dienst bezahlen müssen Käuferinnen und Käufer, wie dpa weiter berichtet, und zwar Gebühren in Abhängigkeit von der vereinbarten Kaufsumme. Wie hoch diese ausfallen, stehe den Angaben zufolge derzeit noch nicht fest, weil sich die Funktion noch im öffentlichen Beta-Test befinde, schreibt die Nachrichtenagentur über die Neuerungen. Die Gebühr werde dem Käufer aber direkt angezeigt, sodass er noch die Möglichkeit habe, den Vorgang abzubrechen.

Die neue Bezahlfunktion sei zunächst nur in der App von Ebay Kleinanzeigen sowie in einigen Kategorien wie Spielzeug, Handy und Telefon, PCs oder Notebooks verfügbar, heißt es zudem in dem Bericht. Sie solle schrittweise auf weitere Artikelbereiche und auf sichere Zahlungen am Rechner ausgeweitet werden. Zunächst könnten auch nur Artikel mit einem Angebotspreis bis 1000 Euro abgesichert werden, schreibt dpa (Stand: 29. Oktober 2020).

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Treuhänderische Verwahrung

Zur Absicherung des Kaufs werde der gezahlte Betrag bis zu zwei Wochen lang treuhänderisch verwahrt, heißt es weiter in dem Bericht – und zwar vom niederländischen Unternehmen Online Payment Platform, mit dem Ebay Kleinanzeigen für den Service zusammenarbeitete.

Bestätige der Käufer den Erhalt des Artikels, werde der Betrag unmittelbar an den Verkäufer ausgezahlt. Ebenfalls abgesichert seien unter anderem wesentliche Abweichungen von der Artikelbeschreibung, Fälschungen oder Artikel, die nicht vollständig seien. Erzielen die Parteien bei Unstimmigkeiten keine Einigung, könnten sie eine Schlichtung in Anspruch nehmen. (ahu) *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

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Das Geld vor dem Euro: Kennen Sie diese EU-Währungen noch?

Pesetas, italienische Lire oder Franc: Jedes europäische Land hatte vor dem Euro eine eigene Währung.
Die Deutsche Mark, auch DM oder D-Mark genannt, war als Bargeld von 1948 bis Ende 2001 die offizielle Währung der Bundesrepublik Deutschlands. Eine Deutsche Mark war wiederum unterteilt in einhundert Pfennig. Neben Münzen gab es sie auch in fünf- bis tausend-DM-Scheinen. Noch heute sollen Milliarden D-Mark im Umlauf sein. Ein Euro soll heutzutage zwei DM wert sein.
Die italienische Lira war von 1861 bis zur Einführung des Euro das offizielle Zahlungsmittel Italiens. Sie war zudem auch in den beiden Zwergenstaaten San Marino und Vatikanstadt offizielle Währung. Doch vor 2001 spielten wegen einer anhaltenden Inflation nur noch die Werte 50, 100, 200, 500 und 1.000 Lire eine Rolle im Zahlungsverkehr. Ein Euro beträgt nach heutigem Umrechnungskurs etwa 2.000 Lire.
Die griechische Drachme galt von 1831 bis 2001. Sie war das offizielle Zahlungsmittel in Griechenland. Der Name ist bereits seit der Antike geläufig und bezeichnete schon damals eine Gewichts- und Münzeinheit aus Silber. Ihre Untereinheit war das Lepto, 100 davon ergaben eine Drachme. Umgerechnet wäre heutzutage ein Euro circa 340 griechische Drachmen wert.
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