Schule des ständigen Lernens

Feriensportteilnehmer schnupperten in das Yoshukai-Karate bei der DJK Coesfeld hinein

+
Auch den richtigen Stand demonstrierte Kursleiter Thorsten Simsch den Feriensportteilnehmern.

Coesfeld. Die Ferien begannen für die Kinder, die am DJK-Feriensport teilnahmen, actionreich. Eine Woche lang konnten sie in verschiedene Sportarten reinschnuppern und so feststellen, welche ihnen am ehesten liegen. „Wir haben viel ausprobiert“, verriet die neunjährige Sophie. „Mir haben das Unihockey und der Kampfsport am meisten Spaß gemacht.“ Yoshukai-Karate-Leiter Thorsten Simsch übte mit den Feriensportteilnehmern einfache Bewegungsabläufe wie bestimmte Schlagarten. Selbstverständlich stand dabei die Sicherheit stets im Vordergrund.

Natürlich konnte nur ein kleiner Einblick in eine so komplexe Sportart wie Karate gegeben werden. Zwei Mal pro Woche trainiert der Coesfelder bei der DJK seine zwölfköpfige Gruppe im Yoshukai-Karate. Ein Hobby, das für ihn einen Ausgleich zum Arbeitsalltag herstellt: „Auch wenn man erschöpft ankommt – durch die Atemtechniken und die Bewegungsfolgen fühlt man sich anschließend erfrischt und euphorisch.“ Der Trainer fing durch Zufall während seines Studiums mit der Sportart an, und seine Leidenschaft hält auch heute – 27 Jahre später – weiterhin an.

Gesundheitsschonende Art des Karates

Das Yoshukai-Karate ist eine besondere Stilrichtung des Karates. „Etwa wie ein Dialekt“, beschreibt der Trainer die Unterschiede. „Dabei ist die Sprache dennoch die gleiche, aber es gibt lokale Unterschiede. Das lässt sich mit dem Karate vergleichen.“ In diesem Fall entstand die Stilrichtung in den 1960er Jahren. Der Fokus liegt hierbei darauf, dass die Kampfsporttechniken aus einem gesunden Fluss an Bewegungen gebildet werden. Gleichzeitig werden die Techniken dadurch noch effizienter. Thorsten Simsch demonstriert das anhand von unterschiedlichen Arten des Standes: Wenn die Knie gebückt sind, die Haltung insgesamt tiefer, fällt es einfacher, mit der Armbewegung Kraft zu holen. „Man kann das Yoshukai-Karate als direkten Weg mit möglichst wenigen Umwegen und zugleich als Schule des ständigen Lernens übersetzten. Beides ist sehr zutreffend“, verdeutlicht der Coesfelder.

Durch den gesundheitsschonenden Ansatz des Yoshukai-Karates ist die Sportart auch bis ins hohe Alter hin geeignet. „Wir hatten auch schon über 60-Jährige im Kurs. Wenn man mit den richtigen Erwartungen herangeht, ist das schon möglich“, weiß der Trainer.

Schnuppertraining möglich

Während des Trainings werden neue Bewegungsabläufe und Techniken zunächst in Reihen trainiert. In den vorderen Reihen stehen die Fortgeschrittenen und hinten die Anfänger. „Davon profitieren beide Seiten“, erklärt Simsch. „So kann man als Trainer die Feinheiten der Bewegung bei den Fortgeschrittenen besser erkennen, und die Anfänger können sich an den Bewegungen der anderen orientieren. Außerdem motiviert es einen, wenn man dann irgenwann weiter nach vorne kommt.“ Die Fähigkeiten werden dann im Paartraining vertieft. Anfänger und Fortgeschrittene trainieren in der Gruppe gemeinsam.

Momentan ist Sommerpause beim Karate, nach den großen Ferien geht es allerdings weiter. Interessenten können in eine Karate-Stunde (Dieselstraße 93) hineinschnuppern und direkt mitmachen. Lediglich Sportkleidung sollte mitgebracht werden. Trainiert wird montags von 17.30 bis 19 Uhr (Kinder und Erwachsene) und donnerstags von 19 bis 20.30 Uhr (Erwachsene).

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare