Neue CD: Seun Kuti & Egypt 80: Last Revolutionary

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Seun Kuti & Egypt 80: Last Revolutionary - Foto: PR

Seun Kuti & Egypt 80: Last Revolutionary (Strut Records/Groove Attack). In Nigeria ist es nicht ungefährlich, Musik zu machen wie Seun Kuti, 35, Saxophonist, Sänger und Aktivist, der in „Corporate Public Control Department“ gnadenlos mit der korrupten Regierung abrechnet.

Seun Kuti & Egypt 80: Last Revolutionary (Strut Records/Groove Attack). In Nigeria ist es nicht ungefährlich, Musik zu machen wie Seun Kuti, 35, Saxophonist, Sänger und Aktivist, der in „Corporate Public Control Department“ gnadenlos mit der korrupten Regierung abrechnet.

Er stellt die Versprechen von Frieden, Gerechtigkeit, Jobs dem gegenüber, was das Volk bekam: Krieg, Urteile gegen die Armen, geschlossene Fabriken. Das alles über einem mitreißenden Afro-Funk-Groove mit den fetten Bläsersätzen, die das famose Orchester Egypt 80 schon unter der Leitung von Seuns Vater Fela Kuti auszeichneten. Viele Musiker wurden schon inhaftiert. Trotzdem singt Seun Kuti weiter gegen die Mächtigen an, bringt die Politverhältnisse zum Tanzen. Der Titelsong des aktuellen Albums „Last Revolutionary“ ist kein Abgesang, sondern eine Drohung an die Mächtigen: Sie werden nie den letzten Revolutionär erblicken. Dazu lässt Kuti die Schlagzeuger seiner Band drohende Gewitterwirbel zünden. Die Energie dieser Platte reißt mit, klare politische Aussagen finden das perfekt passende musikalische Gewand. Das Album wurde vom New Yorker Jazzpianisten Roger Glasper großartig co-produziert. Und als Sahnehäubchen gibt es auf „Black Times“, einem Kampfsong gegen Fake News und kolonialistisch geprägter Geschichtsschreibung, einen fabelhaften Gastauftritt des Gitarristen Carlos Santana.   - Ralf Stiftel

Quelle: wa.de

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