Geschützte Art

Wolfsabschuss: Nabu fordert strafrechtliche Verfolgung

Schwerin/Berlin - In Mecklenburg-Vorpommern wurde Wolf „Arno“ abgeschossen. Nun fordert der Naturschutzbund juristische Konsequenzen.

Nach dem illegalen Abschuss eines Wolfes in Mecklenburg-Vorpommern fordert der Naturschutzbund juristische Konsequenzen. „Die illegale Tötung eines Wolfes ist eine Straftat“, sagte Nabu-Bundesgeschäftsführer Leif Miller am Mittwoch in Berlin. Wer eigenmächtig mit einer Schusswaffe versuche, vollendete Tatsachen zu schaffen, handele kriminell.

Der mit einem Peilsender ausgestattete Wolf „Arno“ aus der Lübtheener Heide war am Samstag im Kreis Ludwigslust-Parchim tot am Straßenrand aufgefunden worden. Die Todesursache war zunächst unklar, deshalb wurde der Kadaver am Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung in Berlin untersucht. Am Dienstag teilte das Umweltministerium in Schwerin mit, dass das Tier mit einem gezielten Blattschuss getötet worden sei.

Minister Till Backhaus (SPD) sagte, alle Fakten und Befunde würden jetzt den Ermittlungsbehörden übergeben. „Wir werden alles daran setzen, diese Straftat aufzuklären“, versicherte er. „Der Täter ist offenbar mit großer krimineller Energie vorgegangen. Wölfe sind bekanntermaßen streng geschützt und nicht jagdbar.“

Nach dem Bundesnaturschutzgesetz ist der Wolf eine streng geschützte Art. Seine illegale Tötung kann mit bis zu fünf Jahren Haft und 50 000 Euro Geldstrafe geahndet werden.

dpa

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