Ausnahmezustand in sechs Regionen

Waldbrände wüten in Russland: Riesige Fläche bereits abgebrannt - doch die Löscharbeiten werden eingestellt

Waldbrände wüten in Russland: Riesige Fläche bereits abgebrannt - doch die Löscharbeiten werden eingestellt
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Waldbrände wüten in Russland: Riesige Fläche bereits abgebrannt - doch die Löscharbeiten werden eingestellt (Archivlbild)

In Russland wüten Waldbrände, eine Fläche fünf Mal so groß wie das Saarland ist bereits abgebrannt. Trotzdem wurden die Löscharbeiten teilweise eingestellt.

  • In Russland wüten Waldbrände, in sechs Regionen gilt ein Ausnahmezustand.
  • 1,4 Millionen Hektar sind bereits abgebrannt - eine Fläche fünfmal so groß wie das Saarland.
  • Trotzdem sind die Löscharbeiten teilweise eingestellt worden.

Moskau - In Russland breiten sich die Waldbrände in großen Teilen Sibiriens und im äußersten Osten des Landes immer schneller aus. Nach Angaben des Forstschutzdienstes Avialesochrana vom Sonntag (28. Juni) brannte eine Fläche von 1,4 Millionen Hektar - mehr als fünfmal so groß wie das Saarland und damit noch einmal deutlich mehr als noch am Vortag.

Ausnahmezustand in Russland: Waldbrände wüten auch in Sibirien

Derzeit würden 182 Brände auf einer Fläche von rund 111.555 Hektar bekämpft, teilte die Behörde weiter mit. In sechs russischen Regionen gilt aktuell der Ausnahmezustand. Die meisten Waldbrände liegen weit außerhalb bewohnter Gebiete, teilte Avialesochrana mit. Dort seien die Löscharbeiten eingestellt worden, weil es keine Gefahr für Menschen gebe. Der wirtschaftliche Schaden sei geringer als die Kosten für den Einsatz von Personal, Technik und Wasser. Die finanzielle Situation der kommunalen Haushalte ist besonders gespannt wegen der hohen zusätzlichen Sozialausgaben infolge der Corona-Pandemie.

Ausnahmezustand gilt unter anderem in drei Regionen des Gebiets Magadan am Ochotskischen Meer. Die Regionalregierung nannte Gewitter und Blitze als Grund für die Brände. Zudem würden extreme Hitze und starke Winde die Löscharbeiten erschweren. Besonders betroffen war zudem die Teilrepublik Jakutien im fernöstlichen Teil Sibiriens. Dort herrscht Extremhitze samt großer Trockenheit.

In der Arktis tobte 2019 ein gewaltiges Feuer. Es sind riesige Brände, die fatale Folgen für den Permafrost haben und einen Klima-Teufelskreis beschleunigen.

Waldbrände in Russland: 2019 brannte Fläche mehr als doppelt so groß wie Bayern ab

Im flächenmäßig größten Land der Erde waren mehr als 3000 Kräfte, rund 500 Einheiten von Spezialtechnik und 43 Löschflugzeuge im Einsatz, wie die Behörden mitteilten. Weitere 66 Flugzeuge seien für das Monitoring unterwegs. Zudem hilft sich der Waldbranddienst mit Satelliten im Weltall, um Feuer zu orten.

Video: Waldbrände in Russland viel früher ausgebrochen als sonst üblich

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In Russland kommt es jedes Jahr zu schweren Waldbränden. Nach Schätzungen der Umweltorganisation Greenpeace brannten im vergangenen Jahr rund 150.000 Quadratkilometer ab - eine Fläche mehr als doppelt so groß wie Bayern.

Als im vergangenen Jahr Waldbrände in Sibirien wüteten, hatte US-Präsident Donald Trump Wladimir Putin angeblich Hilfe angeboten. Beide Seiten schilderten das Gespräch aber unterschiedlich.

(kam/dpa)

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