Angst vor schlimmen Schäden

"Monster"-Hurrikan "Dorian" nimmt Kurs auf US-Ostküste

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Das von der "National Oceanic and Atmospheric Administration" (NOAA) zur Verfügung gestellte Satellitenbild zeigt Hurrikan "Dorian", der sich über offene Gewässer im Atlantik bewegt. Foto: NOAA/AP

Die Angst vor Hurrikan "Dorian" ist groß. Der US-Präsident und Experten sprechen von einem extrem gefährlichen Sturm. In Florida laufen intensive Vorbereitungen für die Ankunft des Hurrikans. Aber vieles an dem Unwetter ist unberechenbar.

Washington/Miami (dpa) - Der auf die Südostküste der USA zuziehende Hurrikan hat weiter an Stärke gewonnen. "Dorian" sei nun ein Hurrikan der Stufe drei von fünf und werde wohl noch weiter an Stärke gewinnen, teilte das Nationale Hurrikan-Zentrum am Freitag mit.

Der Wirbelsturm bewege sich über dem westlichen Atlantik auf den US-Bundesstaat Florida zu, wo er am Montag oder Dienstag auf Land treffen soll. Meteorologen warnten, dass es der stärkste Hurrikan sein könnte, der den US-Bundesstaat seit Jahrzehnten getroffen hat.

"Dorian" sammelte am Freitag über dem rund 29 Grad Celsius warmen Wasser des Atlantiks weiter Kraft. Das Zentrum des Sturms bewegte sich langsam in Richtung der nördlichen Bahamas. Der Sturm brachte Windgeschwindigkeiten von bis zu 185 Kilometern pro Stunde mit sich. Noch ist unklar, wo und wann genau der Hurrikan auf Land treffen wird.

US-Präsident Donald Trump hatte am Donnerstag die Befürchtung geäußert, dass der Wirbelsturm genauso folgenreich werden könnte wie einst Hurrikan "Andrew" - oder gar noch schlimmer. Als "Andrew" 1992 als Sturm der Kategorie fünf auf die Ostküste Floridas traf, kamen Dutzende Menschen ums Leben. Die Schäden in verschiedenen Bundesstaaten beliefen sich damals auf rund 43 Milliarden US-Dollar (39 Milliarden Euro).

Die Sturmwarnung trifft die USA an einem verlängerten Wochenende - am Montag ist dort ein Feiertag. Einige Fluggesellschaften ließen Passagiere Flüge kostenlos umzubuchen, wie US-Medien berichteten.

Politiker riefen Anwohner auf, sich mit ausreichend Trinkwasser, Essen und Medizin einzudecken. Das tun die Menschen in Florida: Fernsehbilder zeigten lange Schlangen in Supermärkten und Baumärkten. Es gab auch einen großen Andrang auf Tankstellen. Floridas Gouverneur Ron DeSantis sagte, an manchen Tankstellen sei bereits der Sprit ausgegangen. Er hatte die Bewohner des Staates bereits am Mittwoch aufgerufen, Vorräte für mindestens sieben Tage anzulegen, darunter Essen, Wasser und Medizin.

DeSantis sagte, es liefen intensive Vorbereitungen für die Ankunft des Sturms. Es stünden bereits fast vier Millionen Liter Wasser und zwei Millionen Mahlzeiten zur Verteilung bereit. In Florida gilt mittlerweile der Ausnahmezustand ebenso wie in Küstengebieten Georgias. Dies soll die Vorbereitungen und Rettungseinsätze erleichtern.

Nationales Hurrikan-Zentrum zu "Dorian"

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