Haltesignal überfahren

Ein Toter und Verletzte bei Zugunglück in Luxemburg

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Güterzug und Personenzug in Luxemburg kollidiert.

Luxemburg - Bei einem Zugunglück im Süden Luxemburgs sind ein Mensch getötet und mehrere Personen verletzt worden. Zur Unfallursache gibt es erste Hinweise.

Bei einem Frontalzusammenstoß zweier Züge im Süden Luxemburgs ist am Dienstag ein Lokführer getötet worden. Ein von ihm gesteuerter Personenzug war am Morgen zwischen Bettemburg und dem französischen Zoufftgen gegen einen entgegenkommenden Güterzug geprallt. 

Eine Schaffnerin wurde leicht verletzt, der Lokführer des Güterzuges hatte sein Leben retten können, indem er in den hinteren Teil der Lokomotive gerannt sei, erklärte der luxemburgische Verkehrsminister François Bausch. Bei dem Zusammenstoß wurde der Mann dennoch schwer verletzt.

Der gut 300 Meter lange Güterzug sei mit seinen 27 Waggons aus Frankreich gekommen, der kurze Personenzug war in Richtung Frankreich unterwegs. Die Geschwindigkeit der beiden Züge zur Unglückszeit werde auf höchstens 60 Stundenkilometer geschätzt, sagte ein Sprecher der CFL. Genaueres würden die technischen Ermittlungen zeigen.

Rotes Haltesignal überfahren

Am Nachmittag gab es erste Erkenntnisse zur Unfallursache: Der Lokführer des Personenzuges hatte ein rotes Haltesignal überfahren. Dies habe die Auswertung der Verkehrsdaten ergeben, teilte die luxemburgische Bahngesellschaft CFL mit. Wie das geschehen konnte, müsse noch untersucht werden.

Am Nachmittag wurden die teils zusammengequetschten Waggons auseinandergezogen. Zunächst war unklar gewesen, ob es möglicherweise noch weitere Opfer geben könnte. „Wir gehen jetzt nicht mehr davon aus“, sagte die Sprecherin am Nachmittag. Allem Anschein nach hätten sich keine Passagiere an Bord des Personenzuges befunden.

Nach Angaben der CFL ist der Zugverkehr zwischen Luxemburg und Thionville (Frankreich) voraussichtlich bis Mittwochabend unterbrochen. Bis zu 70 Rettungskräfte waren vor Ort.

Nach dem Unglück äußerte sich Luxemburgs Verkehrsminister François Bausch: „Ich bin schockiert. Meine Gedanken sind bei den Angehörigen der Opfer.“

Bei einem Zugunglück im Oktober 2006 waren in Zoufftgen sechs Menschen getötet worden. Damals waren auf einer nur eingleisig zu befahrenden Baustelle ein Personenzug aus Luxemburg und ein Güterzug aus Frankreich zusammengestoßen.

dpa/afp

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