Polizei ignorierte Hinweis

Fall Marvin K.: "Haarsträubende Fehler" - SPD-Fraktionsvize fordert lückenlose Aufklärung

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SPD-Fraktionsvize Sven Wolf sieht die Landesregierung in der Pflicht, den Fall Marvin K. aufzuklären.

Der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion, Sven Wolf, fordert von der Landesregierung eine lückenlose Aufklärung des Falls „Marvin K.“. Der Umgang der Ermittlungsbehörden an verschiedenen Orten sei bedenklich.

Es seien „haarsträubende Fehler“ passiert, sagte der Remscheider im Gespräch mit 24VEST.de*. Unerklärlich sei ihm vor allem das Vorgehen der Polizei in Duisburg. 

Die Behördenleitung habe nicht ausreichend Personal abgestellt, um gewissenhaft den 53 Hinweisen auf den Aufenthaltsort von Marvin K. in Recklinghausen nachzugehen, die im Juli vergangenen Jahres nach der Ausstrahlung des Falls in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY“ eingegangen waren. 

„Warum hat man das bei einer einzigen Sachbearbeiterin abgeladen?“, fragt Wolf. Es sei erwartbar gewesen, dass nach einem solchen Aufruf eine Vielzahl an Anrufen bearbeitet werden müsse. Die Behördenleitung hätte personelle Kapazitäten schaffen müssen, um „jeder noch so absurden Spur nachzugehen“. Wegen dieser Versäumnisse ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen die Polizeibehörde.

*24VEST.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks. 

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