Staatsanwaltschaft ermittelt 

Kehlkopfbruch: Mann stirbt bei Kontrolle – Vorgehen der Polizei wirft Fragen auf 

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Vor dem Eiffelturm ist ein Mann während einer Polizeikontrolle ums Leben gekommen. 

Während einer Polizeikontrolle in Paris ist ein Mann ums Leben gekommen. Die französische Polizei steht in der Kritik. 

  • Bei einer Polizeikontrolle am Eiffelturm in Paris ist ein Mann ums Leben gekommen.
  • Offenbar erlitt er einen Kehlkopfbruch und erstickte.
  • Französische Politiker kritisieren die umstrittene polizeiliche Praxis, Verdächtige zu Boden zu drücken. 

Paris – Der Eiffelturm in Paris ist ein wahrer Touristenmagnet. Zahlreiche Besucher strömen jedes Jahr zum französischen Wahrzeichen. Doch zurzeit wirft ein Vorfall, bei dem ein Mann zu Tode kam, Fragen auf. Die französische Staatsanwaltschaft ermittelt wegen fahrlässiger Tötung. 

Paris: Mann erstickt nach Polizeikontrolle am Eiffelturm 

Offenbar wurde ein Mann am Eiffelturm von der Polizei kontrolliert, wie die Nachrichtenagentur AFP berichtet. Videoaufnahmen von Zeugen des Vorfalls zeigen, wie mehrere französische Polizeibeamte den Mann bäuchlings zu Boden drücken. Während der Kontrolle trug der Mann einen Motorradhelm. Offenbar arbeitete er als Lieferant. 

Die Polizeibeamten sollen den Mann gestoppt haben, weil er mit einem Handy in der Hand auf seinem Motorroller durch Paris fuhr. Als die Beamten ihn kontrollieren wollten, habe er sich äußerst aggressiv verhalten und sei die vier Polizisten körperlich angegangen. Die Beamten sollen ihn zu Boden gedrückt haben, weil er sich der Festnehme widersetzt habe. Auch in Deutschland kommt es häufiger zu Polizeigewalt. Mehr als die Hälfte der Fälle finden bei Demonstrationen statt.

Paris: Mann erleidet Kehlkopfbruch bei Kontrolle und erstickt

Kurze Zeit später starb der Mann. Eine medizinische Untersuchung ergab, dass der Familienvater einen Kehlkopfbruch erlitt und erstickte. Die Familie des toten 42-Jährigen wirft der Polizei in Paris tödliche Gewalt vor. Der französische Innenminister Christophe Castaner sagte, er wolle „völlige Transparenz“ in dem Fall, der „schwerwiegende Fragen“ aufwerfe. 

Mehrere französische Politiker forderten daraufhin ein Verbot der umstrittenen Praxis, Verdächtige frontal auf den Boden zu drücken. Dabei verwiesen sie auf insgesamt sechs Fälle seit 2003, bei denen Menschen in Polizeigewahrsam ums Leben kamen. In der Silvesternacht wird bei Ausschreitungen in Leipzig-Connewitz ein Polizist verletzt - was genau sich ereignete, wird aber sehr unterschiedlich dargestellt.

Mit AFP 

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