Wenn Herzzellen nachwachsen

Organ-Ersatz aus dem Labor? Forscher aus Göttingen und Hannover bundesweit vorn

Herzpflaster unter dem Mikroskop: Die Uni-Klinik Göttingen (Niedersachsen) wird für ihre Forschung zum Thema Organ-Ersatz aus dem Labor gefördert.
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Herzpflaster unter dem Mikroskop: Die Uni-Klinik Göttingen (Niedersachsen) wird für ihre Forschung zum Thema Organ-Ersatz aus dem Labor gefördert.

Organ-Ersatz aus dem Labor? Forscher aus Göttingen und Hannover (Niedersachsen) sind bundesweit ganz vorn.

  • Innovationswettbewerb „Organ-Ersatz aus dem Labor“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF)
  • Projekt der Medizinischen Hochschule Hannover (Niedersachsen) auf Platz eins
  • Projekt der Uni-Klinik Göttingen (Niedersachsen) auf Platz zwei

Göttingen/Hannover –Die Medizinische Hochschule Hannover (MHH) und die Universitätsmedizin Göttingen (UMG) (Niedersachsen) sind die Sieger im bundesweiten Innovationswettbewerb „Organ-Ersatz aus dem Labor“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF).

Niedersachsen: Organe aus dem Labor - Projekt der Medizinischen Hochschule Hannover

Das Projekt „3D-Heart-2B“ der MHH in Hannover (Niedersachsen) belegte Platz eins und erhält für drei Jahre eine Bundesförderung von 3 Millionen Euro. Das Projekt „IndiHEART“ der UMG Göttingen kam auf Platz zwei und wird über drei Jahre mit zwei Millionen Euro unterstütztn

Für Niedersachsens Wissenschaftsminister Björn Thümler gratulierte und freute sich über das Ergebnis: „Dass die beiden ersten Plätze an niedersächsische Forschungseinrichtungen gehen, zeugt von der hohen Exzellenz der hier betriebenen Forschung.“ Die Knappheit von Spenderorganen sei ein großes gesellschaftliches Problem, so Thümler.

Niedersachsen: Organe aus dem Labor - Projekt der Uni-Klinik Göttingen

An „Herzpflastern“ aus Zellen arbeiten Wissenschaftlern und Mediziner in Göttingen (Niedersachsen) – im Projekt „IndiHEART: Individualisierte Herzmuskulatur für die funktionale Behandlung von Herzinsuffizienz“ bilden Wissenschaftler der UMG, des Max-Planck-Instituts für Dynamik und Selbstorganisation (MPSDS) in Göttingen, des Deutschen Primatenzentrums (DPZ), Leibniz-Institut für Primatenforschung Göttingen und der Leibniz Uni-Hannover ein Team. 

Sie entwickeln unter der Leitung von Prof. Dr. Wolfram-Hubertus Zimmermann, Direktor des Instituts für Pharmakologie und Toxikologie an der UMG, einen Prozess für die automatisierte Herstellung von menschlichem Herzmuskelgewebe aus Stammzellen für die passgenaue Anwendung bei Patienten mit Herzmuskelschwäche.

Niedersachsen: Organe aus dem Labor - Umsetzung des Herzpflaster-Konzepts

Prof. Wolfram Zimmermann, Projektleiter "Organ-Ersatz aus dem Labor" der UMG Göttingen (Niedersachsen).

„Wir erwarten, dass durch die Umsetzung unseres IndiHEART-Konzeptes eine zweite Generation von Herzpflastern für die breite Anwendung in Patienten mit Herzmuskelschwäche möglich wird“, sagt Projektleiter Prof. Dr. Wolfram Hubertus Zimmermann aus Niedersachsen.

Eine klinische Prüfung ist nach Abschluss des Projektes vorgesehen. Bei erfolgreicher Umsetzung des IndiHEART Projektes aus Göttingen sollen in einer Folgestudie maßgeschneiderte Herzpflaster für Patienten ab 2024 getestet werden.

In dem Forschungsvorhaben „3D-Heart-2B“ der MHH wollen Wissenschaftler aus der MHH-Klinik für Herz-, Thorax-, Transplantations- und Gefäßchirurgie (HTTG) und den Leibniz Forschungslaboratorien für Biotechnologie und künstliche Organe (LEBAO) ein biologisches Herzunterstützungssystem entwickeln. 

Niedersachsen: Organe aus dem Labor - Herstellung von Herzmuskelzellen

Mithilfe von Stammzellen (iPS-Zellen) aus genetisch umprogrammierten humanen Gewebezellen können Herzmuskelzellen hergestellt werden. Diese sollen den Grundbaustein für eine röhrenförmige Herzprothese bilden, so die Forscher aus Niedersachsen.

Der Organ-Ersatz könnte als Einkammer-Herz-Implantat Patienten mit angeborenen Herzfehlern helfen, denen erblich bedingt eine Herzkammer fehlt. Bei diesen Patienten versorgt nur eine Herzkammer sowohl die Körper- als auch die Lungenschlagader. Die aus Fibrin, Herzmuskelzellen und Herzklappen hergestellte biologische Herzprothese soll eine verminderte Pumpleistung des Herzens ausgleichen.

Von Thomas Kopietz

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Ermöglicht die Forschung bald das erfolgreiche Heranzüchten von menschlichen Organen in Tieren? Eine offizielle Erlaubnis für genau diesen Vorgang haben jetzt jedenfalls japanische Wissenschaftler.

Zuletzt hat die Kardiologie der Uni-Klinik Göttingen (Niedersachsen)* eine neue Röntgenanlage bekommen. 

Auf dem Gelände der Universitätsmedizin (UMG) in Niedersachsen soll außerdem ein Forschungsgebäude* von nationaler Bedeutung entstehen: das „Heart and Brain Center“ (Herz-Gehirn-Zentrum).

Wissenschaftler in Göttingen forschen an neuen Therapieren gegen Herzschwäche. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft unterstützt sie mit Millionen.

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