Drei Kinder werden in USA behandelt

Mindestens 33 Tote bei schwerer Explosion von Feuerwerk in Mexiko

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In Mexiko gab es mehrere Explosionen. 

Tultepec - Eine Reihe von Explosionen machen den Markt für Pyrotechnik nahe Mexiko-Stadt dem Erdboden gleich. 33 Menschen sterben, Dutzende werden verletzt. Ein Augenzeuge spricht von „25 Minuten Horror“.

Bei einer Reihe von Explosionen auf einem Markt für Pyrotechnik in Mexiko sind zahlreiche Menschen getötet und verletzt worden. Mindestens 33 Menschen seien bei dem Unglück in der Ortschaft Tultepec im Bundesstaat México ums Leben gekommen, sagte der Stabschef der Provinzregierung, José Manzur, am frühen Mittwochmorgen (Ortszeit). Rund 70 weitere Menschen wurden verletzt. Drei Kinder mit schweren Verbrennungen sollen in die USA behandelt werden.

„25 Minuten Horror“

Fernsehbilder zeigten eine ganze Reihe schwerer Explosionen und eine große Rauchwolke über der Ortschaft im Zentrum des Landes rund 40 Kilometer nördlich von Mexiko-Stadt. Die Marktstände wurden weitgehend zerstört. „Es waren 25 Minuten Horror“, sagte ein Wachmann der Tageszeitung „Reforma“.

Rettungskräfte suchten in den Trümmern nach Verschütteten. Nach Angaben des Roten Kreuzes waren 25 Rettungswagen und zahlreiche Sanitäter im Einsatz. Spezialeinheiten der Polizei wurden nach Tultepec verlegt, um bei den Rettungsarbeiten zu helfen, wie der Chef der Bundespolizei, Manelich Castilla, mitteilte. Ermittler der Generalstaatsanwaltschaft untersuchten die Unglücksursache.

„Ich habe gehört, dass sich eine Rakete in einem Marktstand entzündet hat und dann zu den anderen Hütten geflogen ist“, sagte Stabschef Manzur im Fernsehsender Televisa. „Ich will aber keine voreiligen Schlüsse ziehen. Wir hoffen, dass wir bald Untersuchungsergebnisse haben.“ Insgesamt sollen sich sechs Explosionen ereignet haben.

Leichen schwer zu identifizieren

Erst vor einigen Tagen hatte der Leiter des mexikanischen Instituts für Pyrotechnik, Juan Ignacio Rodarte, den Markt San Pablito in Tultepec als den sichersten Markt für Feuerwerk in Lateinamerika bezeichnet. Es gebe Sicherheitsabstände zwischen den Ständen, um im Falle einer Explosion eine Kettenreaktion zu verhindern.

Bislang wurden erst drei Todesopfer identifiziert: Ein Mann, eine Frau und ein etwa zehnjähriges Mädchen. Ermittler würden nun mittels Gentests versuchen, die weiteren, zum Teil schwer verstümmelten Leichen zu identifizieren, sagte der örtliche Staatsanwalt Alejandro Gómez im Fernsehsender Milenio TV.

Mexiko ist nach dem Unglück geschockt. „Mein Beileid für die Familien jener, die bei diesem Unglück ihr Leben verloren haben“, schrieb Präsident Enrique Peña Nieto auf Twitter. „Den Verletzten wünsche ich eine baldige Besserung.“ Gouverneur Eruviel Ávila sagte den Familien der betroffenen Händler staatliche Hilfe zu.

Bereits 2005 und 2006 gab es schwere Brände

Rund 300 Händler vertreiben auf dem Markt von San Pablito Raketen, Böller und Feuerwerk. Dort wird nach Angaben der Verwaltung 80 Prozent aller Pyrotechnik in Mexiko verkauft. Bereits 2005 und 2006 hatte es auf dem Markt schwere Explosionen und Brände gegeben.

In Mexiko wird das ganze Jahr über Feuerwerk abgebrannt, beispielsweise bei religiösen Festen. Besonders viel geböllert wird aber am Nationalfeiertag im September und rund um Weihnachten.

Immer wieder kommt es dabei zu schweren Unfällen. 2013 kamen bei der Explosion von Feuerwerksraketen während einer Prozession im Bundesstaat Tlaxcala 16 Menschen ums Leben, 153 weitere wurden verletzt. An Silvester 2003 wurden bei einer Explosion auf einem Pyrotechnik-Markt im Bundesstaat Veracruz 28 Menschen getötet.

dpa

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