Sichtung an Tankstelle?

Maddie: Zeugin meldet sich - und berichtet Erschreckendes

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Maddie ist bis heute verschwunden.

London - Vor kurzem berichtete eine ehemalige Nanny von polizeilichen Fehlern in der Nacht, in der Maddie McCann verschwand. Nun sagt eine weitere Zeugin aus. Sie will Maddie gesehen haben - doch die Polizei sei der Spur nicht nachgegangen.

Zehn Jahre ist es nun her, dass die damals vierjährige Madeleine McCann, genannt Maddie, im portugiesischen Ferienort Praia da Luz aus ihrem Bett verschwand. Ihre Eltern, Gerry und Kate McCann, haben bis heute die Hoffnung nicht aufgegeben, ihr Kind irgendwann wieder lebend in die Arme schließen zu können.

Erst vor wenigen Tagen offenbarte eine ehemalige Nanny, die im Sommer 2007 im Ferienort angestellt war, die Geschehnisse der Nacht, in der Maddie verschwand und erhob schwere Vorwürfe gegen die örtlichen Ermittler.

Nun wandte sich eine Frau an die britische Boulevardzeitung Daily Star und enthüllte ebenfalls Erschreckendes: Am 9. Mai 2007, also sechs Tage nach Maddies Verschwinden aus der Ferienanlage in Portugal, will die Zeugin Maddie an einer Tankstelle in Marakkesch in Marokko gesehen haben. In Begleitung eines Mannes Mitte 30, der Maddie kein bisschen ähnlich gesehen haben soll.

„Sie sah sehr beunruhigt aus. Sie sagte: ‚Können wir jetzt gehen und Mami sehen‘“, berichtet die Zeugin, die Berichten zufolge in Spanien lebt, namentlich aber nicht genannt werden will. „Sie hat Englisch gesprochen - ich verstehe nicht so viele andere Sprachen.“

Maddie von Kinderhändlern entführt?

Der Bericht der Frau unterstützt die Theorie, dass Maddie vor zehn Jahren von Kinderhändlern entführt worden sein könnte. „Dass der Mann dem Mädchen so gar nicht ähnlich sah, machte mir Angst. Auf dem Rückweg zum Auto sagte ich zu meinem Mann, dass da etwas nicht stimmt. Ich dachte aber nicht an den Fall von Maddie, bis wir zu Hause waren. Dann habe ich aber sofort die Polizei benachrichtigt.“

Doch die Polizei habe sich nie mehr zurückgemeldet, um ihre Beobachtungen weiter zu erforschen. Dabei meldete sich unter anderem noch ein Mann aus dem englischen Yorkshire, der Maddie ebenfalls in Marakkesch gesehen haben will - und zwar am selben Tag wie die spanische Zeugin, im einem Hotel neben der besagten Tankstelle. Am 15. Juni soll es dann eine weitere Sichtung Maddies in Marokko gegeben haben, in Zaio, einer Stadt im Norden des Landes.

Mehrere Zeugenberichte über lebende Maddie

Der britische Geheimdienst GCHQ soll ebenfalls im Juni 2007 Benachrichtigungen erhalten haben, in denen es um die Sichtung des „kleinen blonden Mädchens“ und eine Fähre von Tarifa gegangen sein soll. Die spanische Stadt Tarifa, die per Fähre mit Marokko verbunden ist, liegt nur wenige Autostunden von dem Ferienort Praia da Luz entfernt, aus dem Maddie auf so mysteriöse Weise verschwand.

Die Zeugin macht der Polizei weitere Vorwürfe. „Wenn das Mädchen an der Tankstelle nicht Maddie war, dann soll die Polizei sagen, wer es sonst gewesen ist. Sie haben es abgetan. Sie haben gesagt, sie haben es überprüft. Wenn es noch jemand anderes sehen will, ich weiß nicht, vielleicht kann man da was machen.“ Die Frau beschreibt das Mädchen als klein und blond, mit einem blauen Pyjama, einem gemusterten Oberteil und dunklen Schuhen. Die Polizei in Portugal hat zu den Vorwürfen bislang keine Stellung genommen. Auch ob es Kamera-Aufnahmen aus der Tankstelle gab, wurde bis jetzt nicht bekannt.

kah

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