Schnitt von 1,0 vervierzehnfacht

Lehrer fordern strengere Benotung

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Es werden zu schnell zu gute Noten vergeben.

Hamburg - Die „Inflation“ bei Schul- und Abiturnoten hat drastisch zu genommen. Das kritisiert der Deutsche Lehrerverband. In Berlin hat sich der Durchschnitt von 1,0 vervierzehnfacht.

Der Deutsche Lehrerverband beklagt eine "Inflation" guter Schul- und Abiturnoten. Allein in Berlin habe sich die Zahl der Abiturzeugnisse mit einem Notendurchschnitt von 1,0 innerhalb von zehn Jahren vervierzehnfacht, sagte Verbandspräsident Josef Kraus der "Bild"-Zeitung (Montagsausgabe). Dies deute nicht auf eine Verbesserung der Schüler, sondern auf ein Nachlassen der Anforderungen hin, erklärte Kraus.

Zeugnisse dürften aber "nicht zu ungedeckten Schecks werden", kritisierte der Lehrerverbandschef. Die "Inflation" bei den Schul- und Abiturnoten müsse daher ein Ende haben.

Der Präsident des Lehrerverbands forderte "anspruchsvolle Bundesländer" wie Bayern daher auf, Abiturzeugnisse "anspruchsloser Bundesländer" nicht mehr anzuerkennen. Aus dem Abitur müsse wieder "ein Attest für Studienbefähigung und nicht für Studienberechtigung werden", sagte Kraus der "Bild"-Zeitung.

AFP

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