Klimaexpertin warnt

Great Barrier Reef ohne drastische Maßnahmen in Gefahr

+
Luftaufnahme des Great Barrier Riffs vor der Küste Australiens: Die beispiellose Korallenbleiche über hunderte Quadratkilometer hat die schlimmsten Befürchtungen übertroffen. Foto: Great Barrier Reef Marine Park

Sydney (dpa) - Das Great Barrier Reef vor Australien ist nach der schlimmsten bekannt gewordenen Korallenbleiche einer Expertin zufolge nur mit drastischem Klimaschutz zu retten.

"Das Great Barrier Reef wird von vielen Faktoren bedroht, aber mit Abstand die größte Bedrohung ist der Klimawandel", sagte die Vorsitzende des unabhängigen australischen Klimarats, Amanda McKenzie, der Deutschen Presse-Agentur. "Wir brauchen schnellgreifende und drastische Reduzierungen der klimaschädlichen CO2-Emissionen, um so einzigartige Ökosysteme wie das Great Barrier Reef zu schützen." Wenn der Klimawandel nicht gestoppt werde, sei eine Erholung von verheerenden Bleichen in Zukunft vielleicht nicht mehr möglich.

Vor allem Australien, wegen der Kohleindustrie pro Kopf der Bevölkerung einer der größten Klimasünder, müsse etwas tun, sagte McKenzie. "Leider sind die Ziele zur Emissionsreduzierung absolut zu mager und die Emissionen steigen sogar noch." Die konservative Regierung argumentiert, die Industrie erleide durch scharfe Reduktionsvorschriften international einen Wettbewerbsnachteil.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.