Wetter am Wochenende

Es wird kühl - und könnte schneien

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Kommt das Höhentief oder nicht? Das lässt sich noch nicht genau sagen.

Offenbach - Am Wochenende dürfte es in Deutschland nochmal kühl werden. Es könnte auch schneien. Die Prognose ist aber diesmal nicht leicht zu treffen.

Kälte, Frost und eine dichte Wolkendecke dürften auch am Wochenende die Wetterlage in Deutschland prägen. Allerdings erschwert ein sogenanntes Höhentief über Frankreich den Meteorologen des Deutschen Wetterdienstes eine präzise Prognose. „Die Entwicklung von Höhentiefs lässt sich schwer vorhersagen“, sagte der Meteorologe Adrian Leyser. Es gebe daher unterschiedliche Rechenmodelle. Als klar gilt, dass auch am Freitag der Dauerfrost in der Nordosthälfte Deutschlands anhält, während es im Südwesten etwas milder ist.

Achtung: Glättegefahr

Am Wochenende ist dann entscheidend, ob das Höhentief von Frankreich über Deutschland hinwegzieht oder nicht. Mit dem Höhentief kämen auch Niederschläge, die auch als leichter Schneefall in Erscheinung treten könnten. Bleibt das Höhentief aus, ist es trocken - allerdings mit einer weiterhin dichten Wolkendecke. Auch Hochnebel ist möglich. Bei Schneefall in der Nacht zu Sonntag besteht zudem Glättegefahr.

Freundlicher soll es mit Beginn der kommenden Woche werden. Dann rechnen die Meteorologen mit stärkerem Hochdruckeinfluss. Damit steigen die Chancen auf längeren Sonnenschein, hieß es - möglicherweise sogar ein erster Vorgeschmack auf den nahenden Frühling.

Ist die Halbschattenfinsternis zu sehen?

Von der Entwicklung des Höhentiefs hängt auch ab, ob Mond-Fans in der Nacht zum Samstag die Halbschattenfinsternis des Vollmonds beobachten können. „Wenn sich das Höhentief über Frankreich nach Deutschland verlagert, wird es viele Wolken und wenig Chancen auf einen freien Blick zum Himmel geben“, sagte der Meteorologe Adrian Leyser. „Wenn das Tief ausbleibt, besteht vielerorts Wahrscheinlichkeit für Hochnebel - also ebenfalls schlechte Sicht.“ Gebietsweise könne die Wolken- oder Nebeldecke natürlich immer mal aufreißen.

Sollte das passieren, ist die beste Zeit zum Himmel-Schauen 1 bis 2.30 Uhr. Richtig dunkel werde der Mond aber nicht werden, sagt der Leiter des Planetariums im LWL-Museum für Naturkunde in Münster, Björn Voss.  „Mit bloßem Auge oder Fernglas ist es am besten zu sehen. Es wird aber nur ein Hauch von Dunkelheit auf dem Mond liegen. Das fällt auch nur auf, wenn man weiß, wonach man sucht.“ Laut Thomas Wolf von der Vereinigung der Sternfreunde mit Sitz im südhessischen Heppenheim wird der Mond „seine übliche Farbe nicht verändern“, er wird also kein Blutmond werden.

dpa

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