Durchbruch bei Schnelltests

Corona in Deutschland: Drosten überrascht mit Quarantäne-Vorschlag - Gesundheitspolitiker für radikale Anpassung

Das Coronavirus bleibt in Deutschland das Thema. Das Robert Koch-Institut veröffentlicht täglich die aktuellen Zahlen. Diesmal sorgen sie für eine Überraschung.

  • Coronavirus-Pandemie*: Covid-19* bleibt das vorherrschende Thema in Deutschland.
  • Wegen steigender Infektionszahlen haben mehrere Bundesländer strenge Maßnahmen erlassen.
  • Das Robert-Koch-Institut veröffentlicht täglich die aktuellen Zahlen - alle Entwicklungen hier im News-Ticker.

Update vom 4. September, 11.56 Uhr: Technik-Panne beim Robert-Koch-Institut (RKI): Aufgrund technischer Probleme sind am 3. September nach 16 Uhr keine von den zuständigen Landesbehörden mitgeteilten Daten mehr in die Tagesstatistik mit eingeflossen. Daher wurden etwa 650 Corona-Fälle zu wenig ausgewiesen. Das RKI meldete für Tag 782 neue Infektionsfälle.

Das führt dem RKI zufolge auch dazu, dass die 7-Tage-Inzidenzen in einigen Kreisen unterschätzt werden. Mit der nächsten Aktualisierung um Mitternacht sollen die Daten wieder auf Stand sein.

Update vom 4. September, 10.39 Uhr: Der Berliner Virologe Christian Drosten hatte für eine Verkürzung der Quarantäne-Zeit bei Corona-Verdachtsfällen plädiert, um die Akzeptanz der Maßnahmen in der Gesellschaft zu erhalten - nun pflichten ihm Gesundheitspolitiker aus mehreren Fraktionen bei. „Ich halte es für sehr sinnvoll, die Quarantänezeit auf fünf Tage zu begrenzen“, sagte der SPD-Abgeordnete Karl Lauterbach der Welt. „Wir wissen, dass die allermeisten Menschen fünf Tage nach Beginn der Symptome nicht mehr ansteckend sind, auch wenn der PCR-Test noch ein positives Ergebnis ausweist.“

Die gesundheitspolitische Sprecherin der FDP-Fraktion, Christine Aschenberg-Dugnus, sprach sich in der Welt ebenfalls dafür aus, da man so „zugleich den Verschwörungstheoretikern und Corona-Leugnern den Boden“ entziehe. Auch die Grünen-Gesundheitspolitikerin Kordula Schulz-Asche begrüßte in der Zeitung den Vorschlag. Der gesundheitspolitische Sprecher der AfD-Fraktion, Detlev Spangenberg, sieht durch Drostens Aussage die Meinung der AfD bestätigt, „dass die bisherigen Maßnahmen überhastet und nicht ausgewogen angesetzt wurden“.

Die gesundheitspolitische Sprecherin der Unionsfraktion, Karin Maag, verwies auf eine Prüfung zu dem Thema: Bund und Länder hätten das Bundesgesundheitsministerium und das Robert Koch-Institut (RKI) damit beauftragt, „die vorhandene Studienlage zur Quarantäne auszuwerten - und dann im Austausch mit den europäischen Partnern einen Bericht vorzulegen“. Auf dieser Basis werde dann entschieden, ob eine verkürzte Quarantäne angeraten werden könne.

Corona: Mehrheit der Deutschen für Absage von Karneval - Experte rechnet mit extrem hoher Dunkelziffer

Update vom 3. September 2020, 22.25 Uhr: Eine überwältigende Mehrheit der Deutschen ist dafür auf Karnevalsfeier im Herbst und Frühjahr zu verzichten, um die Corona-Pandemie in Deutschland unter Kontrolle zu halten. Das ergab eine Umfrage im Rahmen des „ARD-Deutschlandtrends“. Je knapp zwei Drittel der Befragten (64 Prozent) sprachen sich darüber hinaus auch für strengere Teilnehmerzahlen bei Privatfeiern und die Absage von Weinachtsmärkten aus.

Weniger akzeptiert sind diese Maßnahmen bei den Befragten in Ostdeutschland. Hier sprachen sich 54 Prozent für die eine weitere Beschränkung der Gästezahl bei Privatfeiern und nur 51 Prozent für die Absage von Weihnachtsmärkte aus.

Deutschlandweit deutlich abgenommen hat unter den Befragten vor allem die Angst sich mit dem Coronavirus anzustecken. Lediglich 26 Prozent sorgten sich demnach vor einer Ansteckung. Mitte August waren es noch 34 Prozent.

Corona: Experte rechnet mit extrem hoher Dunkelziffer - R-Wert sinkt weiter

Update vom 3. September 2020, 18.45 Uhr: Die täglich vom Robert-Koch-Institut veröffentlichte Reproduktionszahl für Deutschland sinkt auch am Donnerstag weiterhin. Wie das RKI in ihrem täglichen Situationsbericht vermeldet sinkt der Vier-Tage-R-Wert von 0,8 am Vortag auf 0,77. Der Sieben-Tage-R-Wert, der weniger von täglichen Schwankungen beeinflusst wird, blieb hingegen konstant auf 0,91. Solange der Wert unter 1,0 bleibt, steckt ein Infizierter in Deutschland im Schnitt weniger als eine weitere Person an.

Neuer Corona-Hotspot in Deutschland ist nach dem Bericht des RKIs nun der Stadtkreis Landshut, mit 41,4 Fällen auf 100.000 Einwohnern in den vergangenen sieben Tagen. Damit bleiben allerdings weiterhin alle Kreise in Deutschland unter dem kritischen Schwelllwert von 50 Infektionen auf 100.000 Einwohner.

Corona: Deutschland bereits in einer zweiten Welle? Experte schätzt Dunkelziffer um viel höher als RKI-Zahlen

Update vom 3. September 2020, 12.20 Uhr: Geht es nach dem Leiter des Dortmunder Gesundheitsamts, Frank Renken, liegt die Dunkelziffer in Deutschland höher, als bislang angenommen. Wie der Experte gegenüber Welt berichtet, werde mittlerweile davon ausgegangen, dass auf 200 festgestellte Infektionen in Dortmund mit rund 1.600 tatsächlich Infizierten zu rechnen sei. Renken sei sich sicher, dass sich Deutschland aktuell bereits in einer zweiten Welle befinde. „Ich erwarte kein Tsunami-Szenario wie im Frühjahr in Italien oder Frankreich", schränkt der Leiter des Dortmunder Gesundheitsamts aber ein.

Bei rund 60 Prozent könne mittlerweile nachverfolgt werden, wo sich der Betroffene mit dem Coronavirus angesteckt habe. Obwohl die Zahl der Neuinfektionen aktuell stagniere, rechne Renken im Winter bei kalten Temperaturen, mit einem erneuten Anstieg.

Währenddessen hat Österreich mit ganz anderen Folgen der Corona-Krise zu kämpfen. Wie das Portal oe24.de berichtet, sei die Zahl der Anträge auf Scheidungen um rund 30 Prozent angestiegen. Wie das Portal unter Berufung auf einen Experten vermutet, sei vor allem die viele freie Zeit während des Lockdowns dafür verantwortlich.

Als sich das Coronavirus auch in Deutschland verbreitete, hatte ein Landkreis ganz besonders mit der Ausbreitung zu kämpfen. Nun scheint die Ursache dafür gefunden zu sein.

Corona in Deutschland: RKI veröffentlicht aktuelle Infektionszahlen - ein Detail sorgt für Überraschung

Update vom 3. September 2020, 9.25 Uhr: Die Zahl der Corona-Infektionen in Deutschland steigt weiter an, die Gesundheitsämter in Deutschland haben innerhalb der vergangenen 24 Stunden rund 1311 Neuinfektionen gemeldet. Damit haben sich seit Beginn der Corona-Krise in Deutschland rund 246.166 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Überraschend dabei: Obwohl Experten seit einiger Zeit vor einer zweiten Welle warnen, scheint die Zahl der Neuinfektionen in den letzten zwei Wochen konstant gleich zu bleiben.

Wie das Robert-Koch-Institut am Donnerstag erklärt, liege die Zahl der Todesfälle aktuell bei rund 9.321. Das bedeutet einen Anstieg von acht weiteren Personen innerhalb der vergangenen 24 Stunden.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen in Deutschland laut Mitteilung vom Mittwochabend bei 0,80 (Vortag: 0,84). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel weniger als einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab. Zudem gibt das RKI in seinem aktuellen Lagebericht ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Der Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert bei 0,91 (Vortag: 0,89). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor acht bis 16 Tagen.

Lange galt Schweden als absoluter Sieger der Corona-Krise, schaffte es das Land doch ohne einen Lockdown durch die Zeit. Doch nun zeigt sich: das Coronavirus hat in Schweden mehr angerichtet, als bislang angenommen.

Corona in Deutschland: Diabetes nach einer Infektion mit Corona? Forscher berichten von Beobachtung

Update vom 3. September, 8.47 Uhr: Nicht selten sorgt eine Infektion mit dem Coronavirus für einen schweren Verlauf der Krankheit. Nun berichten deutsche Forscher von einer neuen beunruhigenden Beobachtung.

Update vom 2. September, 15.20 Uhr: Ein mutmaßlicher Maskenverweigerer hat in Düsseldorf zwei Polizisten verletzt. Der 25-Jährige, der bereits polizeibekannt sei, sei bei einer Kontrolle in einem Bus aufgefallen, weil er keinen Mund-Nasen-Schutz trug. Wie ein Polizeisprecher am Mittwoch erklärte, sei der Mann daraufhin angesprochen worden. Mit erhobenen Fäusten und mit einem Knie voran sei der Mann dann in vollem Lauf aus dem Bus auf eine 23-jährige Polizistin gesprungen. Diese hatte noch versucht, sich dem mutmaßlichen Maskenverweigerer in den Weg zu stellen.

Nach dem Angriff auf die junge Frau habe der Mann dann versucht zu fliehen. Er sei von einem 30-jährigen Polizisten überwältigt und zu Boden gebracht worden. Doch auch danach habe er die Beamten weiter getreten und geschlagen. Erst gemeinsam mit Mitarbeitern der Rheinbahn sei es laut Polizeisprecher gelungen, dem Mann Handfesseln anzulegen. Gegen den Mann wurde ein Strafverfahren eingeleitet. Die Polizistin sei so stark verletzt, dass sie vorerst nicht mehr dienstfähig sei. Ihr Kollege kam mit leichten Verletzungen davon.

Aus Angst vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus hat ein Elternpaar die gemeinsamen drei Kinder vier Monate in ihren Zimmern eingesperrt. Nun wurden die Kinder befreit.

Corona in Deutschland: Sie demonstrierte auf der Berlin-Demo - nun wurde ihr gekündigt

Update vom 2. September, 14.40 Uhr: Sie besuchte die Corona-Demo in Berlin und meldete sich kurz darauf krank. Ihre Teilnahme an der Demo verschwieg die Mitarbeiterin eines Altenheims jedoch. Nun wurde ihr gekündigt.

Update vom 2. September, 10.50 Uhr: In einer Pressekonferenz informierte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn nun über die aktuelle Lage in Deutschland. „Diese Pandemie fordert uns alle. Gesellschaft, Politik und Medien. Gleichzeitig lernen wir jeden Tag die Balance zu finden zwischen Schutz und Alltag. Jeden Tag lernen wir dazu“, erklärt Spahn. Demnach gelinge dies jeden Tag besser. Im März sei es schwieriger gewesen, als nun im September. „Es war wichtig im März die Maßnahmen zu treffen, wie wir sie getroffen haben. Es waren harte und schwierige Entscheidungen", erklärt Spahn weiter. Der Gesellschaft sei viel zugemutet worden. Vor allem um die Schwächsten in der Gesellschaft zu schützen.

„So richtig die Entscheidungen im März waren, man kann nicht die Situation vom März im September mit dem Wissen vom September bewerten“, erklärt Spahn seinen Standpunkt neu. Der Gesundheitsminister überraschte zuletzt mit seinen Aussagen, ein Lockdown im Frühling sei vermutlich nicht unbedingt notwendig gewesen.

Corona in Deutschland. Gesundheitsminister Spahn gibt Ausblick auf die nächsten Monate

„Wir haben heute bessere Therapiemöglichkeiten. Es gibt Erkenntnisse, wie man schwere Verläufe nun besser behandeln kann. Da weiß die Medizin heute mehr, als noch im März. Darum geht es auch: jeden Tag mehr zu wissen, jeden Tag mehr zu lernen und jeden Tag besser unseren Alltag neu zu finden", verdeutlicht Spahn bei der Pressekonferenz. Demnach sei sich Spahn sicher, dass die aktuelle Situation auch in drei bis sechs Monaten nochmal besser beurteilt werden könne, als heute. "Abstand halten, Hygienemaßnahmen beachten und eine Alltagsmaske tragen. Die AHA-Regeln machen den wirklichen Unterschied. Ich bin der großen Mehrhreit der Bürger dankbar, dass sie genau das Einhalten.

Doch könnte auch im Winter ein Lockdown verhängt werden? „Im Falle von lokalen Ausbruchsgeschehen sei es wichtig, auch lokal zu reagieren“, erklärt Spahn das Vorgehen für die nächsten Monate. Eine flächendeckende Regulierung sei für die nächsten Monate aktuell nicht geplant.

Corona in Deutschland: Schnelltest soll schon bald innerhalb von 15 Minuten Ergebnis liefern

Update vom 2. September, 10 Uhr: Die Zahl der Corona-Infektionen in Deutschland nimmt weiter zu, in Zukunft könnte auch die Zahl der Tests weiter zunehmen. Wie der Schweizer Pharmakonzern Roche am Dienstag erklärt, soll noch in diesem Monat ein Schnelltest auf den Markt gebracht werden. Bei dem Corona-Antigen-Schnelltest soll das Ergebnis demnach nach rund 15 Minuten feststehen. Wann genau der Test endgültig auf den Markt kommt, ist noch nicht datiert.

Nach den Angaben soll er jedoch ab Ende September zunächst in Europa erhältlich sein. Der Test werde zunächst in Ländern verfügbar sein, die die CE-Kennzeichnung der EU für Produkte anerkennen. Es sei aber geplant, auch eine Zulassung durch die US-Arzneimittelaufsichtsbehörde FDA zu erhalten. Wie der Konzern weiter berichtet, soll der Test, wie bislang auch, anhand eines Nasen-Rachen-Abstriches erfolgen. Der Unterschied zu den Tests, die bislang durchgeführt worden waren: für die Auswertung sei kein Labor notwendig. Wie Roche weiter berichtet, sollen rund 40 Millionen Schnelltests von Beginn an zur Verfügung stehen. Diese Kapazität könne jedoch noch weiter gesteigert werden.

Das Coronavirus hat Baden-Württemberg weiterhin im Griff. Über die aktuellen Zahlen und Geschehnisse berichtet echo24.de*.

Corona in Deutschland: Bundesgesundheitsminister Spahn überrascht mit Aussage

Update vom 2. September, 7.54 Uhr: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat die strikten Corona-Maßnahmen zu Beginn der Corona-Pandemie im März mit dem damaligen Kenntnisstand verteidigt. Inzwischen gebe es aber mehr Wissen, um gezielt auf steigende Corona-Infektionszahlen zu reagieren.

„Wir können heute diese Abwägungsentscheidung zwischen Schutz und Alltag besser treffen, weil wir mehr wissen, weil wir mehr Erfahrung haben“, sagte der CDU-Politiker bei einem Klinikbesuch am Dienstag in Bochum. Einen Lockdown wie im Frühjahr würde es wohl heute nicht mehr geben. Nun, Anfang September, wisse man aber, „wie wir gut etwa im Einzelhandel im Regelbetrieb damit umgehen können, vor allem wenn wir Masken tragen und Abstand halten, ohne dass es zu Einschränkungen kommt“. Spahn erklärte: „Man würde mit dem Wissen heute keine Friseure mehr schließen und keinen Einzelhandel mehr schließen“. Auch Besuchsverbote in Pflegeeinrichtungen bräuchte es nicht mehr.

Spahn betonte, generell bleibe es richtig, dass Abstand, Hygiene und Alltagsmasken die „besten Waffen“ und vergleichsweise milde Maßnahmen im Kampf gegen das Virus seien.

Corona-Krise in Deutschland: Nordseeinsel schottet sich ab

Update vom 2. September, 7.43 Uhr: Helgoland schottet sich in der Corona-Krise weiter ab. Die Nordseeinsel bleibt für Menschen, die sich kurz zuvor in Risikogebieten aufhielten tabu. Die entsprechende Allgemeinverfügung des Kreises Pinneberg werde bis zum 4. Oktober verlängert, teilte das Landratsamt am Dienstag mit. Eine Ausnahme gilt für Besucher, die eine Isolierungsmöglichkeit nachweisen können. Sie müssen weiter ein Einreisedokument ausfüllen.

RKI meldet rund 16.442 aktive Corona-Fälle in Deutschland

Update vom 2. September, 6.15 Uhr: Die Gesundheitsämter in Deutschland haben innerhalb der vergangenen 24 Stunden 1256 neue Corona-Infektionen und elf Todesfälle gemeldet, teilt das Robert-Koch-Institut (RKI) mit. Aktuell gibt es demnach etwa 16.442 aktive Corona-Fälle in Deutschland.

  • Seit Beginn der Corona-Krise haben sich mindestens 244.855 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 infiziert.
  • Bisher sind 9313 Todesfälle in Verbindung mit Covid-19 verzeichnet worden.
  • Bis Mittwochmorgen hatten etwa 219.100 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

Die Reproduktionszahl - kurz R-Wert - lag nach RKI-Schätzungen in Deutschland laut Mitteilung vom Dienstagabend bei 0,84 (Vortag: 0,94). Das 7-Tage-R lag demnach bei 0,89 (Vortag: 0,88).

Update vom 2. September 6 Uhr: Die Pannen-Serie bei den Corona-Teststationen reißt nicht ab. Bei der Rückkehr aus dem Kroatien-Urlaub haben Münchner einen Horror erlebt, berichtet tz.de*

Corona in Deutschland: Bundesländer verschärfen Maßnahmen

Update vom 1. September, 18.45 Uhr: Beschränkungen für Partys und Verschärfungen bei der Maskenpflicht: Angesichts gestiegener Corona-Zahlen* greifen mehrere Bundesländer wieder zu strengeren Maßnahmen. In Brandenburg gilt künftig eine Obergrenze von 75 Personen für private Feiern in der Wohnung oder im Garten. Bisher lag die Grenze bei 1000 Besuchern. Auch in Berlin müssen sich Veranstalter privater Partys bald mehr Gedanken machen: Ab einer Größe von 50 Teilnehmern muss künftig ein Hygienekonzept vorgelegt werden. Außerdem hat sich der Berliner Senat am Dienstag auf eine Maskenpflicht für Demonstrationen mit mehr als 100 Teilnehmern verständigt.

In der Hauptstadt hatte es in der jüngsten Vergangenheit mehrere Demonstrationen gegen die Corona-Maßnahmen gegeben, bei denen Abstands- und Hygieneregeln verletzt worden sind. Eine Pflicht zum Bedecken von Mund und Nase bestand jedoch bislang nicht. Auch in anderen Bundesländern wurde die Maskenpflicht am Dienstag zum Thema: Im Saarland wurden Bußgelder für Maskenverweigerer eingeführt - ihnen drohen künftig bis zu 100 Euro Strafe. In Nordrhein-Westfalen müssen die Wahllokale bei der Kommunalwahl am 13. September verpflichtend mit Mund-Nase-Bedeckung betreten werden. Und in Bayern spielt die Staatsregierung mit dem Gedanken, die am Montag beschlossene Maskenpflicht im Unterricht für Schüler an weiterführenden Schulen auch auf Grundschüler auszuweiten.

Lockerungsbewegungen gibt es hingegen in Sachsen-Anhalt: Hier sollen künftig zahlenmäßig quasi unbegrenzte Großveranstaltungen wieder möglich sein, sofern sie gesondert genehmigt werden. Auch Weihnachtsmärkte sollen ermöglicht werden. Unterdessen geht die Diskussion um die Teststrategie weiter. Angesichts knapper werdender Materialien und Kapazitäten fordern die Labore bundesweit gezieltere Corona-Tests. Bislang seien fast eine Million Tests durchgeführt worden, teilte der Verband Akkreditierte Labore der Medizin mit. Bei den 155 an der Erfassung teilnehmenden Laboren gebe es inzwischen einen Rückstau von mehr als 34.600 Tests.

Eigentlich hatten sich Bund und Länder vergangene Woche darauf geeinigt, die kostenlosen Corona-Tests für Einreisende aus Nicht-Risikogebieten zum Ende der Sommerferien mit dem 15. September zu beenden. Bayern will aber an seinem Angebot für kostenlose Tests an Flughäfen, Bahnhöfen und Autobahnen festhalten. Derzeit könnten die Labore die Tests „noch ganz gut erfüllen“, sagte Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml am Dienstag.

Update vom 1. September, 13.33 Uhr: Der Virologe Christian Drosten kehrt heute nach seiner zweimonatigen Sommerpause im NDR-Podcast zurück. In der Sendung „Das Coronavirus-Update“ gibt der Chefvirologe der Berliner Charité seit Beginn der Coronavirus-Pandemie einmal die Woche eine wissenschaftliche Einschätzung der Lage im Sender NDR Info ab.

Nach seiner längeren Sommerpause ändert sich am Format nun doch einiges. Drosten tritt nur noch alle zwei Wochen in der Sendung auf - er und Prof. Sandra Ciesek werden sich in Zukunft wöchentlich abwechseln. Ciesek ist Virologin am Institut für Medizinische Virologie am Universitätsklinikum in Frankfurt am Main und Professorin für Medizinische Virologie an der Goethe-Universität. Als Internistin will sie im Podcast für den wissenschaftlich interessierten Zuhörer die Brücke zwischen Praxis und Forschung schlagen.

Corona-Hotspot nach Hochzeit: Hunderte in Quarantäne - illegale Corona-Partys sorgen in Millionenstadt für Ärger

Update vom 1. September, 12.00 Uhr: „Secret Raves" - unter diesem Begriff finden zunehmend illegale Corona*-Partys statt, die die Polizei in Köln auf Trab halten. Auf den Partys würden weder die Nachtruhe noch Covid-19-Regeln eingehalten, berichtet der Kölner Stadt-Anzeiger.

Die Behörden lösten demnach wiederholt Feiern und größere Menschenansammlungen in den Ausgehvierteln der Millionenmetropole am Rhein auf. So hätte die Polizei zum Beispiel eine Geburstagsfeier mit bis zu 150 Jugendlichen am Kalscheuer Weiher beendet.

Corona-Pandemie in Deutschland: Covid-19-Ausbruch nach Hochzeitsfeier in Frechen

Erstmeldung vom 1. September: München/Frechen/Köln - Und schon wieder gibt es in Deutschland einen Corona-Ausbruch nach einer Hochzeit. Diesmal in Frechen in Nordrhein-Westfalen (NRW).

Das teilte das Landratsamt des Rhein-Erft-Kreises mit. Demnach wurden nach einer Hochzeitsfeier vom 22. August bisher 23 der 85 Besucher positiv auf das heimtückische Coronavirus* getestet. Die Hochzeit sei zum Corona-Hotspot geworden, heißt es in einer Mitteilung des Rhein-Erft-Kreis.

Wie das Landratsamt weiter mitteilte, wurden unmittelbar nach Bekanntwerden der ersten Corona-Fälle alle Gäste und sonstige Kontaktpersonen unter Quarantäne gestellt - insgesamt befinden sich aktuell 850 Personen aus dem Kreis in Covid-19-Quarantäne.

Corona-Pandemie in Deutschland: Schule und Fußballverein wegen Covid-19-Ausbruch in Quarantäne

Für die hohe Zahl gebe es plausible Gründe: Die neu hinzugekommenen Corona-Infizierten hätten seit der Hochzeit eine beträchtliche Anzahl an beruflichen und privaten Kontakten gehabt.

Betroffen seien unter anderem zwei Kindertagesstätten, eine Schule und ein Fußballverein, hieß es weiter. Verfolgen Sie alle Entwicklungen zur Coronavirus-Pandemie in Deutschland hier im News-Ticker. (pm) *Merkur.de und tz.de sind Teil des deutschlandweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

Rubriklistenbild: © Maurizio Gambarini/dpa/picture allianz

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