Ausbruch in Fabrik

Erneuter Corona-Ausbruch in China: Höchste Alarmstufe in einer Region ausgerufen

Urumqi: Arbeiter in Schutzanzügen desinfizieren einen Straßenverlauf aufgrund der Corona-Pandemie
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Nach einem Corona-Ausbruch im August in Urumqi desinfizierten Arbeiter in Schutzanzügen die Straßen. In Kashgar kam es nun zu einem neuen Ausbruch des Coronavirus. (Archivbild)

In der chinesischen Region Xinjiang kam es in einer Fabrik zu einem Corona-Ausbruch. Die Behörden haben die höchste Alarmstufe im öffentlichen Gesundheitswesen ausgerufen.

  • In China kam es in der westlichen Region Xinjiang zu einem Ausbruch des Coronavirus*.
  • Nachdem 137 Menschen positiv auf das Coronavirus* getestet wurden, wurde die höchste Alarmstufe ausgerufen.
  • Die neuen Corona-Fälle stehen wohl in Verbindung mit einer Fabrik in der Stadt Kashgar.

Xinjiang/München - Während in Europa die zweite Welle* der Coronavirus-Pandemie rollt und beinahe täglich neue Rekordzahlen liefert, hat China die Lage derzeit weitgehend unter Kontrolle. Über Wochen verzeichneten die Behörden mehrheitlich nach China importierte Corona-Fälle und kaum lokale Infektionen. Nun kam es in der Region Xinjiang im Westen Chinas zu einem lokalen Ausbruch. Mehr als 100 Menschen infizierten sich mit dem Coronavirus.

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Corona in China: Ausbruch in der westlichen Region Xinjiang - höchste Alarmstufe

Nach einem Ausbruch des Coronavirus am Sonntag haben die Behörden in der westchinesischen Region Xinjiang die höchste Alarmstufe im öffentlichen Gesundheitswesen ausgerufen. Wie der staatliche Fernsehsender CCTV berichtete, waren zuvor 137 Menschen positiv auf das Coronavirus* getestet worden. Laut dem Bericht waren alle Neuinfektionen in der abgelegenen westlichen Stadt Kashgar festgestellt worden. Niemand der positiv Getesteten habe Husten oder Fieber. Alle Infizierten befänden sich in Quarantäne und würden im Krankenhaus medizinisch überwacht, hieß es weiter.

Der stellvertretende Direktor der regionalen Gesundheitskommission berichtete, die 137 neuen Corona-Fälle stünden in Verbindung mit der Sancun-Fabrik der Stadt. Ein 17-jähriges Mädchen, dessen Eltern in der Fabrik arbeiten, wurde bereits Anfang der Woche ebenfalls positiv auf das Coronavirus getestet*. Wie die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete, habe die Nationale Gesundheitskommission Chinas eine Arbeitsgruppe in die Region entsandt, welche die Maßnahmen vor Ort leiten soll. Das chinesische Nachrichtenportal Headline Daily berichtete, dass die meisten Flüge am Flughafen von Kashgar am Wochenende gestrichen wurden.

Corona in China: Bereits im Juli Ausbruch in Xinjiang - Sperrmaßnahmen waren die Folge

In Urumqi, der Hauptstadt der westchinesischen Region Xinjiang, war es bereits im Juli zu einem Ausbruch des Coronavirus* gekommen. Dieser hatte strenge Sperrmaßnahmen zur Folge. Die Bewohner mussten damals in ihren Häusern bleiben. Die Stadt wurde vom restlichen Teil des Landes komplett isoliert.

Die ersten Infektionen mit dem bis dahin unbekannten Virus Sars-CoV-2 waren Anfang Dezember 2019 in der zentralchinesischen Metropole Wuhan entdeckt worden. Für den anfänglichen Umgang mit dem Coronavirus erntete China viel Kritik. Seit Ende Januar 2020 hat das Land die Atemwegserkrankung allerdings mit strikten Maßnahmen und Einreisebeschränkungen weitgehend unter Kontrolle gebracht. In China waren seit Wochen keine lokalen Infektionen mehr berichtet worden, lediglich importierte Fälle. (ph/dpa) *Merkur.de ist Teil des Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks

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