Rosenheimer „Hells Angels“-Boss

Mit Bentley und Maserati unterwegs: Rocker-Boss finanzierte Luxus-Leben mit perfider Masche

Hammer in der bayerischen Justiz: Der Präsident der Charters Rosenheim der Rocker-Gruppierung Hells Angels MC wurde wegen illegaler Prostituion verurteilt.

  • Die bayerische Justiz hat einen namhaften Mann aus der Rocker-Szene zu einer Haftstrafe verurteilt.
  • Der Präsident des Charters Rosenheim der Rocker-Gruppierung Hells Angels MC muss wegen illegaler Prostitution verurteilt.
  • Er soll eine alleinerziehende Mutter zur Prostitution bewegt haben.

Rosenheim - Im Zuge von länger anhaltenden Ermittlungen ist der bayerischen Justiz ein Coup gelungen: Wie das Bayerische Landeskriminalamt in einer Pressemitteilung berichtet, wurde der Präsident des Charters Rosenheim der Rocker-Gruppierung Hells Angels MC zu einer Haftstrafe von einem Jahr und acht Monaten ohne Bewährung verurteilt.

Paukenschlag in Bayern: „Hells Angels“-Präsident verurteilt

Wie es heißt, soll sich zunächst der Verdacht des illegalen Handels mit Kokain in nicht geringer Menge, im Laufe der Ermittlungen nicht erhärtet haben. Dann soll sich jedoch der Verdacht auf eine Straftat der Zwangsprostitution und Zuhälterei sowie weitere Delikte ergeben haben. Der 36-jährige Rocker soll mit einer Prostituierten zusammen gelebt haben. Während der Verurteilte nicht erwerbstätig war, gab die Frau ihre hohen Einnahmen aus dem Rotlicht-Gewerbe freiwillig an ihn ab und sorgte so für den gemeinsamen Lebensunterhalt. Im Frühjahr 2019 soll der Rocker dann unter der Masche des „Lover-Boy“ eine Liebesbeziehung zu einer weiteren Prostituierten begonnen haben.

„Hells Angels“-Präsident verurteilt: Prostituierte soll für ihn gearbeitet haben

Die Prostituierte, eine alleinerziehende Mutter, soll sich in erheblichen finanziellen Schwierigkeiten befunden haben. Nachdem der Verurteilte, dem „Lover-Boy“-Prinzip nach der Frau eine Liebesbeziehung vorgetäuscht hatte, begann die Mutter sich zu prostituieren. Demnach soll sie die Hoffnung gehabt haben, wie die Lebensgefährtin des Rockers von ihrem Gewerbe auch persönlich zu profitieren - jedoch musste sie ihr verdientes Geld bis auf kleinste Beträge an ihren Zuhälter auszahlen.

Aufgrund des Abhängigkeitsverhältnisses wurde die alleinerziehende Mutter angehalten, sich weiter zu prostituieren.

„Hells Angels“-Präsident verurteilt: Seine Taten verschlagen einem die Sprache

Statt jedoch ihre Einnahmen in einer Höhe von knapp 40.000 Euro in drei Monaten zur Begleichung der Schulden der jungen Mutter oder für einen ihr zustehenden Lebensstandard zu verwenden, finanzierte sich ihr Zuhälter mit dem Geld seinen eigenen durchaus luxuriösen Lebensstil. So bewohnte er gemeinsam mit seiner ersten Lebensgefährtin ein gehoben ausgestattetes Einfamilienhaus und nutzte zuletzt Pkw und Motorräder der Marken Harley Davidson, Bentley und Maserati. Beide sahen das Geld der jungen Frau als zusätzliche Einnahmequelle an.

„Hells Angels“-Präsident muss ins Gefängnis: Vermögenswerte werden einbehalten

Der Rocker wurde im September 2019 festgenommen und am 12.05.2020 durch das Amtsgericht Rosenheim wegen Zwangsprostitution und weiterer Delikte nunmehr zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und acht Monaten ohne Bewährung verurteilt. Zudem wurden Vermögenswerte des Verurteilten in fünfstelliger Höhe einbehalten. Das Urteil ist rechtskräftig.

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