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Inobhutnahme im Visier
Themen-Benefiz-Abend dazu am 24. August im St.-Barbara-HausEileen Seidler, ihre Mutter Christel Marczewski-Töns, ihr Bruder Mike Töns und ihr Onkel Bernhard Romeni sehen keinen Sinn darin, das Ende des familienrechtlichen Verfahrens abzuwarten, zumal sie den Eindruck äußern, dass die psychologischen Gutachten bislang nicht mit besonderer Sorgfalt erfolgen, und gehen seit kurzem an die Öffentlichkeit – mit einem Transparent und mit einer Internetseite, die unter www.inobhutnahme.eu aufzurufen ist. Angesichts auch sehr prominenter und in den Medien dargestellter Fälle, in denen Inobhutnahmen von Kindern nicht rückgängig gemacht wurden, gehen sie davon aus, dass auch Eileen Seidlers Sohn nicht mehr zu der Alleinerziehenden zurückkehren werden könne.
Vor diesem Hintergrund ist auch ein Abend im St.-Barbara-Haus anberaumt worden, zu dem die gesamte Bevölkerung eingeladen ist. Am Freitag, 24. August, beginnt dort um 19 Uhr ein Benefiz-Konzert (Eintritt frei, Spenden erwünscht) mit Informationen und Stellungnahmen zum Thema Inhobutnahmen, auch am Beispiel von Eileen Seidlers Sohn. Musik steuert Mike Töns, der Onkel des Achtjährigen, zusammen mit einem anderen Mitglied der Band „Abigale“ bei.
Die Stadt Dülmen kommentierte das laufende Verfahren um den Sohn von Eileen Seidler mit Verweis auf den Datenschutz nicht näher.
Wie auch bundesweit erkennbar, habe sich in Dülmen die Zahl der Inobhutnahmen in den vergangenen Jahren erhöht. So gab es in Dülmen 2010 14 Inobhutnahmen, 2011 24 und in 2012 bisher 25, wobei in diesem Jahr die Besonderheit aufgetreten ist, dass zwei kinderreiche Familien betroffen waren, was sich deutlich auf die Statistik auswirkt.
Bei all dem stehe der Schutz der Kinder im Vordergrund und eine Verhinderung akuter Kindeswohlgefährdung.
Streiflichter-Ausgabe vom 15.8.2012
Von Reimunf Menninghaus





