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Eine saubere Sache

Der Gefahrstoffzug Kreis Coesfeld sorgte für Duschmöglichkeiten

Die Mitglieder des Gefahrstoffzug Kreis Coesfeld sorgen seit über zehn Jahren dafür, dass beim Roruper Abendlauf problemfrei geduscht werden kann. In diesem Jahr waren vor Ort (von links): Paul van der Burg, Andreas Greive, Alexander Bendiek, Melanie Schimmel, Ansgar Espeter, Simon Wichmann und Peter van der Burg.
Rorup. Damit vom Roruper Abendlauf kein Sportler verschwitzt nach Hause gehen muss, steht dort Jahr für Jahr ein Duschbereich bereit, von dem so manch ein Veranstalter von sportlichen Großveranstaltungen nur Träumen kann. Denn seit über zehn Jahren errichten die Mitglieder vom Gefahrstoffzug des Kreises Coesfeld dort einen wahren „Waschtempel“. Getrennte „Umkleideräume“ für Männer und Frauen, zahlreiche Duschköpfe – sogar Spiegel und Steckdosen zum Föhnen finden man dort, wo für gewöhnlich nur Parkplätze zu finden sind...
„Wir haben unseren Duschbereich in jedem Jahr etwas weiterentwickelt“, ist Paul van der Burg, stellvertretender Zugführer der Gruppe, stolz auf ihr Werk. Die jüngste Errungenschaft: der umgebaute Dekon-LKW, den der Berufsfeuerwehrmann zusammen mit seinem Sohn Peter umgerüstet hat. „Anstelle von einem Brenner, stehen nun gleich sieben bereit, um Wasser zu erhitzen. Theoretisch könnten wir knapp 100 Kubikmeter Wasser erhitzen. Hier in Rorup benötigen wir allerdings nur 20 bis 30 Liter.“ Zwar steht in Rorup der helfende Gedanke im Vordergrund des Zuges, doch auch einen praktischen Nutzen hat die Sportveranstaltung: „Die Geräte müssen sowieso immer wieder laufen – und bevor wir Wasser und Öl verschwenden, kann das Wasser hier prima genutzt werden, um sich den Schweiß vom Leib zu waschen!“
Die angebotenen Waschmöglichkeiten werden dabei jedes Mal gerne angenommen, wie van der Burg schmunzelt: „Es gibt eine Gruppe Damen, die in jedem Jahr zusammen die Duschen nutzt, dabei ein Sektchen trinkt und sich dann bei uns für den weiteren Abend herrichtet.“
Für den Aufbau der Duschen benötigt das Team knapp zweieinhalb Stunden: „Die Bauzäune und Pavillions aufstellen, die Duschen montieren und den Dekon mit Wasser und Strom versorgen, fertig. Das Wasser kommt übrigens aus dem Gewerbegebiet – der Löschzug Rorup legt uns dazu netterweise immer schon einen Abend zuvor die knapp 200-Meter-Leitung.“ Und sollte der Strom mal ausfallen, ist das auch kein Problem: „Unser Wagen arbeitet zur Not auch autark!“


Streiflichter-Ausgabe vom 18.7.2012
Von André Sommer
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